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Interzum-Sonderausstellung Digitaldruck: Mit neuen Verfahren kann direkt auf verschiedene Materialien, wie Holz oder Textil, gedruckt werden © Dagmar Holley

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Wachstum statt Ruhestand

Ein Artikel von Dagmar Holley | 11.06.2019 - 15:48

Mit einer hervorragenden Bilanz ging am 24. Mai die Interzum – die Zuliefermesse für Möbelfertigung und Innenausbau – in Köln zu Ende. Vier Tage lang zeigte man sich als Impulsgeber für die Gestaltung zukünftiger Lebensräume, gab Einblicke in die technischen, haptischen und optischen Raffinessen der Möbelbranche.

Mit 1805 Ausstellern aus 60 Ländern (2017: 1732 Aussteller aus 59 Ländern) präsentierten sich so viele Unternehmen wie nie zuvor auf rund 190.000 m² Ausstellungsfläche, so die Veranstalter. Auf Besucherseite zählte man 74.000, was Gerald Böse, Geschäftsführungs-Vorsitzender der Koelnmesse, besonders freut: „Wir haben unser Ziel, die 70.000-Besucher-Marke zu knacken, deutlich übertroffen. Diese Jubiläumsveranstaltung wird uns allen in Erinnerung bleiben.“

Starke internationale Ausrichtung

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Die Interzum-Piazzas laden zum Netzwerken oder Ausrasten ein und fassen ausgewählte Produkte der Hersteller noch einmal übersichtlich zusammen © Dagmar Holley

Sowohl bei den Ausstellern als auch Besuchern stieg die Internationalität. Über 55.000 Gäste kamen aus dem Ausland. Neben Deutschland und Westeuropa an der Spitze der Herkunftsregionen kamen deutlich mehr Besucher als vor zwei Jahren aus Asien (+22 %), besonders China (+48 %), Mittel- und Südamerika (+24 %), Osteuropa (+21 %) und Nordamerika (+7 %). In den belebten Hallen und Gängen war ein buntes Sprachgemisch zu hören. „Wir haben fast nur Englisch gesprochen“, erzählen viele Aussteller. Einige Unternehmen reisten gleich mit ihren internationalen Teams an. Nicht nur die Messe selbst, auch die Stände schienen größer: Manche erinnerten an Science-Fiction-Filme, in anderen erleichterten eigene Übersichtspläne die Orientierung, etwa beim Beschlägehersteller Häfele.

Erlebnis Messebesuch

Die vierzehn bespielten Hallen waren nach den Schwerpunkten Materialien und Natur, Funktionen und Komponenten sowie Textil und Maschinen gegliedert. Neben den teilweise riesigen Kojen gab es die bewährten Sonderausstellungen und „Piazzas“, die zukunftsweisende Themen nochmals übersichtlich in den Fokus rückten und neutralen Boden zum Netzwerken oder Ausrasten boten. Preisverleihungen und Vorträge rundeten das Programm ab, eine eigene App half bei der Planung des Besuchs.

Der Termin für die nächste Interzum steht schon fest: 4. bis 7. Mai 2021.