Die Grundidee der RPB (Rematec Pelletierungsbox) bleibt dabei erhalten: eine hocheffiziente Pelletierung auf kleinstem Raum – fertig montiert, elektrifiziert und dennoch wartungsfreundlich. Sämtliche Komponenten sind in industrieller Qualität ausgeführt und für den Dauerbetrieb ausgelegt. Durch die kompakte Bauweise in einer geschlossenen Box entfällt eine aufwendige und potenziell betriebsstörende Montage vor Ort. Zudem lässt sich die Anlage bei Bedarf schnell und kostengünstig verlagern.
Die erste kleine RPB-Pelletsmaschine wurde ausgiebig getestet. Sie steht bei Rematec zur Besichtigung und zur Abholung bereit © Rematec
„Die RPB ist die ideale Industrielösung für alle KMU-Betriebe, die im unteren Leistungsbereich eine vollautomatisierte Pelletsproduktion mit maximaler Effizienz suchen,“ beschreibt Michael Kaiser, Projektmanager bei Rematec, Dietersburg/DE, die Vorteile der Pellet-Box. Mit einer Durchsatzleistung von 1,4 bis 1,8 t/h bietet die neue Variante insbesondere für mittelständische und kleinere Betriebe eine attraktive Alternative zu den größeren Modellen, deren Leistung bislang oft nicht vollständig ausgelastet werden konnte. Trotz der geringen Stellfläche (10,5 mal 3 m) sind alle erforderlichen Komponenten für eine vollständige Prozesskette enthalten.
Neben der kompletten Maschinentechnik, bestehend aus der Rematec-Hammermühle des Typs HM 5000, Konditionierung, Stärkedosierung, Feuchtemessung, Reifung, der Pelletspresse Maxima 500 von Salmatec sowie Kühlung mit integrierter Siebeinrichtung, konnte auch die komplette elektrische Anlage einschließlich Steuerung in einem abgetrennten Bereich der Box integriert werden. Dies machte eine vollständige Elektrifizierung erst möglich.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Rematec Pelletierungsbox ist serienmäßig mit Funken-Detektion und Löschautomatik von Grecon ausgestattet und kann bereits im Werk vollständig getestet und CE-zertifiziert werden.
Die Pellet-Anlage aus einem Guss
„Die modulare Bauweise der RPB senkt nicht nur die Montagezeiten, sondern reduziert auch die Investitionskosten erheblich. „Bei einer Anlage dieser Größenordnung sind sowohl Anschaffungskosten als auch Betriebskosten entscheidende Faktoren“, betont Ulrich Steiger, Geschäftsführer bei Rematec. „Unsere Kunden erwarten eine möglichst automatisierte, sofort einsatzbereite Maschine, die wirtschaftlich betrieben werden kann. Und wenn sie läuft, müssen alle Komponenten zuverlässig ihre volle Leistung bringen.“
„Da die RPB-Baureihe technisch als komplette Maschine klassifiziert ist, gestaltet sich nicht nur die Planung, sondern auch das Genehmigungsverfahren und die Finanzierung deutlich einfacher. Die Auslieferung erfolgt per Lkw, der Aufbau vor Ort beschränkt sich auf die Installation der Filtertechnik sowie die Anbindung von Material-zu- und -abtransport“, merkt der zweite Rematec-Geschäftsführer Robert Steiger an.
Im europäischen Raum etabliert
Besonders attraktiv ist das Konzept nicht nur für Betriebe mit Rundholzverarbeitung, sondern auch für Unternehmen, die bereits trockenes Material zur Verfügung haben. Seit der Markteinführung im Jahr 2016 wurden bereits 20 RPB-Boxen verkauft – viele davon nach Skandinavien. Zu den Abnehmern der Pelletierungsboxen zählen in Schweden die Holzindustriekonzerne SCA und Stora Enso sowie in Finnland das Unternehmen Keitele. Weitere Kunden sind die HS Timber Group in Belarus, der polnische Gartenholzhersteller Stelment, der deutsche Holzvergaserproduzent Burkhardt sowie der dänische Pelletsproduzent und -händler CM Biomass.
Alle Anlagen der RPB-Serie sind mit Salmatec-Pelletspressen der Maxima-Baureihe ausgestattet und bieten damit höchste Pressleistung bei kompakter Bauform – ein stimmiges Gesamtkonzept für eine wirtschaftliche Pelletsproduktion im industriellen Maßstab.