Österreich

1,8 Mrd. € Fördermittel für Kesseltausch bis 2030

Ein Artikel von Philipp Matzku (für holzkurier.com bearbeitet) | 05.10.2025 - 17:01

Zentrale Maßnahmen der Sanierungsoffensive 2026, die gemäß Umweltförderungsgesetz (UFG) mit insgesamt 1,8 Mrd. € dotiert ist, sind der Kesseltausch und der Sanierungsbonus. Die Förderungen gelten für Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser sowie den mehrgeschossigen Wohnbau. Die Förderquote beträgt maximal 30%.

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Mittelfristig kann Bioenergie laut ÖBMV bis zu 50% des österreichischen Gesamtenergiebedarfs decken.  © ÖBMV

Jährlich sollen rund 30.000 fossile Heizkessel ersetzt werden. Für die exportorientierte Heizkesselindustrie und Installationsbetriebe seien laut Österreichischem Biomasseverband (ÖBMV) im heimischen Markt jährlich bis zu 40.000 Biomassekessel realisierbar. Mit rund 1,3 Millionen bestehenden Heizöl- und Erdgaskesseln verfügt Österreich über ein beträchtliches Umstellungspotenzial. Der Brennstoff sei dank nachhaltiger Waldpflege und steigender Pelletsproduktion in ausreichender Menge verfügbar, betont ÖBMV-Präsident Franz Titschenbacher.

Das von der Vorgängerregierung initiierte Förderprogramm „Raus aus Öl und Gas“ war Ende 2024 ausgelaufen. Es sah Förderquoten von bis zu 75 % vor und war ursprünglich bis 2027 angesetzt. Die dafür vorgesehenen 3,6 Mrd. € waren jedoch bereits Ende 2024 vollständig ausgeschöpft. Das seit 2021 laufende Programm habe laut proPellets Austria eine regionale Wertschöpfung von rund 2 Mrd. € generiert und in den vergangenen Jahren Einsparungen von insgesamt 382.000 t CO₂-Äquivalent ermöglicht.

Die Branchenverbände begrüßen zudem, dass der jährliche Fixbeitrag von 360 Mio. € für Haushalte, Industrie und Gewerbe Planungssicherheit sowie verlässliche Rahmenbedingungen gewährleistet.