Verpa Folie

Zukunftssichere Folien

Ein Artikel von Philipp Matzku | 17.02.2026 - 16:36

Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) ersetzt seit Februar 2025 die bisherige EU-Verpackungsrichtlinie und legt verbindliche Vorgaben für Verpackungen fest, um Abfall zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Ab 2030 dürfen nur noch vollständig recycelbare Verpackungen mit Mindestanteilen an Rezyklat (recyceltem Kunststoff) in Verkehr gebracht werden. Unnötige Materialien und Leerraum müssen reduziert und bestimmte Einweg-Kunststoffverpackungen verboten werden. Laut EU-Vorgabe muss der Mindestanteil an Post-Consumer-Rezyklat (PCR) 35% betragen.

Folien heute für die Anforderungen von morgen

Verpa2_rgb.jpg

Dieser Pelletssack kann mehrfach aus voller Körperhöhe fallen gelassen werden, ohne zu zerplatzen. Die Verpalin Folie schützt die Produkte der Kunden und sorgt so für ein gutes Handling von der Produktion bis zum Endverbraucher © Uli Präcklein, Verpa Folie

Pelletssäcke bestehen, wie viele Verpackungsmateralien, aus Polyethylen (PE), genauer: aus dem elastischen Low Density Polyethylen LDPE. Verpa Folie gehört zu den führenden Folien Herstellern in der Pelletsbranche. Mit Verpalin hat Verpa Folie einen innovativen Folientyp entwickelt, der teilweise aus wiederaufbereiteten Kunststoffabfällen besteht und speziell für die Verpackung von Pellets optimiert und deutlich dünner als herkömmliche Folien ist.

Ganzheitliches Denken und Nachhaltigkeit spielen bei Verpa seit der Firmengründung vor über 45 Jahren eine zentrale Rolle. Durch den speziellen Aufbau der Verpalin-Folie werden bereits heute alle zentralen Anforderungen der PPWR für Pellets-Absackungsfolien vollständig erfüllt, wird seitens Verpa betont. Die Folie besteht derzeit zu 55% aus Recyclingmaterial, ohne dass Qualität oder Eigenschaften darunter leiden.

In den vergangenen Jahren wurde die durchschnittliche Materialdicke von 80 µ auf 55 µ reduziert, was eine Materialeinsparung von gut 30% bedeutet. Bei Durchstoßfestigkeit, Haltbarkeit und Produktschutz übertreffen die Pelletssäcke der Verpalin-Linie den Eigenschaften herkömmlicher Folien.

„Wir stehen unseren Kunden vollumfänglich bei der Umstellung auf unsere Folien zur Seite. Diese verbessern die Ökobilanz für den Kunden, doch nicht nur die Nachhaltigkeit des Endprodukts zählt: Faktoren wie Festigkeit, Maschinengängigkeit und Reibwert sind entscheidend, um die optimale Folienlösung für unsere Industriekunden zu finden. Ein Großteil unserer Folien enthält bereits deutlich mehr als die geforderten 35% PCR, und zahlreiche Bestandskunden setzen Produkte mit über 50% Rezyklatanteil ein – damit sind wir erneut einen Schritt voraus“, erklärt Philipp Leppich, Key Account Manager für den Bereich Pelletsfolien bei Verpa. „Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir stets die optimalen, nachhaltigen und praxisgerechten Lösungen. Ökologische Maßnahmen sind wichtig, müssen aber auch wirtschaftlich sinnvoll sein“, ergänzt Susanne Baumann, Verpa Folie-Marketingleiterin.

Zusätzlich bietet Verpa Folie mit dem Verpa ReLease-System einen geschlossenen Kreislauf für Folienabfälle inklusive Abholung, Recycling und Rückführung als Granulat in die Neuproduktion.

Kundenspezifische Lösungen

„Unsere Pelletssäcke basieren auf kundenangepassten Rezepturen. Es kommt auf die Absackmaschinen der Kunden an, auf die Art und Länge der Fördersysteme, aber auch auf die klimatischen Verhältnisse. Temperatur- und Feuchteschwankungen im Lager, ebenso wie bei der Verarbeitung, ergeben ganz unterschiedliche Anforderungen an das Material“, informiert Dominik Höhn, Anwendungstechniker und Entwickler bei Verpa Folie.

Das neben dem Vertriebsmitarbeiter nicht selten auch ein Anwendungstechniker bei Kundenbesuchen dabei ist, gehört zu den Besonderheiten des mittelfränkischen Familienunternehmens. Als Innovationsführer der Branche entwickelt Verpa stetig neue, innovative Folien für materialreduzierte und nachhaltige Verpackungsanwendungen. So verfügt der Folienhersteller über eine eigene Entwicklungsabteilung mit spezialisierten Ingenieuren, Laborextrudern und modernem Qualitätsprüf-Equipment. Jede Folie wird den Vorortbedingungen und Wünschen des Kunden angepasst. Dabei wird geprüft, welche Maschinen zur Verfügung stehen und wo diese stehen. Verpa arbeitet mit allen namhaften Herstellern von Absackanlagen zusammen, kennt deren Stärken und Schwächen. Mit allen relevanten Rohstoffherstellern besteht eine enge Partnerschaft. So prüft die Entwicklungsabteilung von Verpa neue Materialien gezielt darauf, wie sie am Markt optimal eingesetzt werden können. „Dabei spielt es für uns keine Rolle, ob ein Kunde nur wenige Palettenfolien pro Jahr abnimmt oder in Lkw-Mengen bestellt – Beratung und Unterstützung erfolgen in jedem Fall mit dem gleichen Anspruch“, bekräftigt Leppich. Besonders stolz ist Höhn auf das Servicelevel, das Verpa seinen Kunden bieten kann: „Wenn doch ein Problem auftritt, sind wir innerhalb von 24 Stunden persönlich vor Ort. Durch unsere langjährige Erfahrung im Bereich Holzpellets können wir Schwierigkeiten oft schon am Telefon beseitigen.“ Viele Pelletssackkunden sind auch in anderen Bereichen der Holzbe- und -verarbeitung tätig. Passend dazu bietet Verpa neben Pelletssäcken auch Stretchhauben, Wickelfolien und Abdeckplanen für den Transport von KVH und ähnlichen Produkten an.

Faszinierende Technik

Verpalin-Folien sind mehrschichtig aufgebaut und bestehen bei Pelletssäcken in der Regel aus drei transparenten Lagen. Die Außenlage sorgt für eine rutschhemmende Stapelung, während die Zwischenlage häufig aus Regenerat besteht. DieserAufbau und das verwendete Material gewährleisten eine hohe Durchstoßfestigkeit, damit die scharfkantigen Pellets bei 15 kg Füllgewicht weder beim Abfüllen noch im Transport die Folie beschädigen und Feuchtigkeit eindringen kann. Eine weitere Besonderheit im Produktionsprozess bei Verpa ist die Möglichkeit, Folien im Flexodruck mit bis zu zehn Farben hochwertig zu bedrucken.