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Abbildung 1: Schutzkonzept für einen Holz verarbeitenden Betrieb © T&B electronic

Ganzheitlicher Brandschutz

Ein Artikel von DI Anton Sprenger (für Timber-Online bearbeitet) | 04.09.2012 - 15:45
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Abbildung 1: Schutzkonzept für einen Holz verarbeitenden Betrieb © T&B electronic

Der Umstand, dass in einem Industriebetrieb jahrzehntelang kein Brand ausgebrochen ist, beweist nicht, dass insofern keine Gefahr besteht, sondern stellt einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.“ So heißt es in einer Urteilsbegründung des OVG Lüneburg vom 23. September 1976.
Erstaunlicherweise werden bei Risikoanalysen, etwa bei einer Unternehmensbewertung nach Basel II, viele betriebliche Risiken betrachtet, der vorbeugende Brandschutz bleibt jedoch oft unberücksichtigt. Dies ist umso unverständlicher, als Brände infolge der Betriebsunterbrechungen hohe Folgekosten nach sich ziehen können und die wirtschaftliche Existenz eines Produktionsbetriebes gefährden. Zusätzlich bieten Sachversicherer meist hohe Rabatte bei der Installation vorbeugender Brandschutzsysteme an.
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Abbildung 2: Funktionsprinzip einer Funkenlöschanlage © T&B electronic

Ganzheitliches SchutzkonzeptVorbeugender Brandschutz kann sich binnen weniger Augenblicke amortisieren, wenn das zugrunde liegende Schutzkonzept dem Stand der Technik entspricht und den hohen Anforderungen von VdS Schadenverhütung gerecht wird. Ein ganzheitliches Schutzkonzept ist dabei zwingend erforderlich. Bezogen auf das Investitionsvolumen eines Pelletswerkes, betragen die Brandschutzkosten 1 %. Das Brandschutzsystem ist am kostengünstigsten zu realisieren, wenn es bereits in die Planungsphase eingebunden wird.
„Gemeinsam mit VdS Schadenverhütung und führenden Versicherungsunternehmen hat T&B electronic ein grundsätzliches Schutzkonzept für die Pelletsindustrie entwickelt. Hierbei wurden Erkenntnisse von Schadensereignissen ebenso berücksichtigt wie der Stand der Technik. Basis dieses Konzeptes ist das VdS-zugelassene Funkenlöschsystem von T&B electronic. Mit dessen Brandschutzkomponenten werden die Risikobereiche der Produktion gegen Funkenflug, Brand und Explosion zuverlässig geschützt“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter, Dipl.-Physiker Thomas Warnecke.

VdS-zugelassenes System

Als VdS-zugelassener Hersteller stelle T&B electronic sicher, dass die Brandschutzsysteme stets nach den gleichen hohen Anforderungen gefertigt und getestet werden. Zusätzlich müsse man als Errichter des Brandschutzsystems nachweisen, dass jährlich eine bestimmte Anzahl von Funkenlöschanlagen gemäß den VdS-Richtlinien mängelfrei projektiert und installiert wird.

Weitere Schutzmaßnahmen

Ergänzend zur Installation einer Funkenlöschanlage sei zu beachten, dass weitere Schutzmaßnahmen das Konzept abrunden. So seien pneumatische Förderleitungen, die durch Brand- oder Komplextrennwände hindurchführen, mit Brandschutzschiebern zu versehen. Diese können sowohl von der Löschanlage im Falle eines andauernden Funkenfluges als auch von konventionellen Rauchmeldern bei Bränden im Gebäude angesteuert werden.
„Eine Kombination mit T&B-Funkenlöschzentralen ist möglich. Wichtig ist auch eine systematische Maschinenabschaltung im Falle andauernden Funkenfluges. Diese Maßnahme ist zwar explizite VdS-Forderung, wird aber bauseits gerne ,vergessen‘. Nur durch eine Abschaltung kann sichergestellt werden, dass sich Brände nicht auf andere Anlagenbereiche ausbreiten“, informiert Thomas Warnecke.

Konzept für Holz verarbeitende Betriebe

Das Schutzkonzept für einen typischen Holz bearbeitenden Betrieb ist in Abbildung 1 dargestellt: Die überwachten Anlagenbereiche werden mit mindestens je zwei Meldern und einer Löschung ausgestattet. Neben der Maschinenabschaltung bei andauerndem Funkenflug wird jeder Alarm an einer ständig besetzten Stelle visualisiert.
Das grundsätzliche Funktionsprinzip einer Funkenlöschanlage zeigt Abbildung 2: Die Funkenerkennung (A) wird mit mindestens zwei Funkenmeldern realisiert, welche den gesamten Rohrleitungsquerschnitt überwachen. Die Funkenlöscheinrichtung (B) besteht aus einem schnell öffnenden Magnetventil sowie mindestens einer Löschdüse. Gegen Verschmutzung sind die Düsen mit einem Verschluss versehen. Die Löschung wird so lange aufrechterhalten, bis der letzte erkannte Funke (C) die Löschstrecke passiert hat, dann schließt die Löschautomatik selbstständig.
Die Funkenlöschanlage bleibt weiter einsatzbereit, sodass ein neuer Funkenflug sofort wieder bekämpft werden kann. Die minimale Löschzeit beträgt fünf Sekunden und verlängert sich automatisch bei dauerndem Funkenflug. Mittels einstellbarer Funkenschwelle kann eine Maschinenabschaltung (D) vorgenommen werden.

Fernwartung

Die Anzahl der erkannten Funken sowie die Auslöseschwelle wird an der Funkenmeldezentrale angezeigt. Die Funkenmeldezentralen BM 6 (H) haben eine automatische Meldertesteinrichtung. Die Funkenmeldezentralen können bis zu 2500 Feuermeldungen oder Störungen speichern und als Klartext anzeigen. Die Anbindung an das Kundennetzwerk erfolgt über eine OPC-Schnittstelle. Ebenso ist eine Fernwartung via Internetschnittstelle möglich. „So erhält der Betreiber im Störungsfall Onlineunterstützung. Kostenintensive Serviceeinsätze können vermieden werden“, sagt Warnecke.

Wartung und Inspektion

Die DIN 0833 fordert ausdrücklich regelmäßige Inspektion und Wartung von Brandschutzsystemen durch den anerkannten Errichter. Nur bei Einhaltung der dort vorgesehenen Inspektions- und Wartungsintervalle kommt der Betreiber seinen gesetzlichen Verpflichtungen nach.
T&B electronic bietet neben der reinen Inspektion und Anlagenwartung auch weitere Dienstleistungen, wie Wintercheck oder eine Altanlagenprüfung, an. Auch eine Überprüfung der elektrischen Anlagenteile gemäß Arbeitsstättenverordnung gehört zum Leistungsumfang. Damit entlastet T&B electronic die Unternehmen von ihren umfangreichen gesetzlichen Betreiberpflichten.