265 Studenten beherbergt das neue Wohnheim in Heidelberg auf einer Bruttogeschossfläche von 7610?m2 - die drei Baukörper bestehen aus vorgefertigten Modulen mit Brettsperrholz-Wänden, wovon pro Tag bis zu sechs montiert wurden © Sascha Kletzsch/Liwood Heidelberg
Den Zuschlag erhielt der Generalunternehmer Liwood, München. Er entwarf drei fünfstöckige Gebäude, die aus vielen einheitlichen Modulen aufgebaut sind. Um die Nachhaltigkeitsvorgaben einzuhalten, verfügt das Objekt über eine hocheffiziente Wärmedämmung (Außenwand-U-Wert = 0,148 W/m2K), eine Fotovoltaikanlage mit 121 kWp und sparsame Luft-Wärme-Pumpen.
Brettsperrholz in der Wand, Beton im Boden
Die Module selbst sind eine Hybridkonstruktion. Die Wände bestehen aus 11 cm starken Brettsperrholz-Wänden, welche von KLH Massivholz im steirischen Murtal erzeugt wurden. Die Böden bestehen dagegen aus Stahlbeton. Mit entkoppeltem Zementestrich ergab das eine gute Trittschalldämmung. Jedes Modul ist eine autonome Wohneinheit mit Bett, Schreibtisch und Schränken, einem abgetrennten Badezimmer und einer kleinen Kochnische. Die Grundfläche misst 3,4 mal 6,6 m. Eine Decke besitzen die Module nicht. Der Boden der oberen Einheit wird beim Stapeln automatisch zur Decke der darunter liegenden. Das spart Bauhöhe, was zur Einhaltung der Bestimmungen für Holzbauten in Deutschland unerlässlich ist. Die doppelten Holzwände, die beim Aneinanderreihen der einzelnen Module entstehen, sind aber bewusst nicht eingespart worden. Eine bessere Lärmdämmung kann man sich in einem Studentenwohnheim kaum wünschen.Montage in der Feldfabrik vor Ort
Sichtbares Kreuzlagenholz sorgt für eine angenehme Atmosphäre in den Innenräumen © Sascha Kletzsch/Liwood Heidelberg
Binnen vier Monaten entstanden auf diese Weise 158 Appartements in drei Baukörpern. Jeder von ihnen ist für ein spezielles studentisches Klientel bestimmt: Kurzzeitmieter, Doktoranden und Alleinerziehende.