Balz_Aumann_Vakuumkran.JPG

Die Platteneinlagerung und Zuführung zur Zuschnittanlage erfolgen bei Aumann automatisch. © Jakob Wassermann

Aumann-Gruppe

Vakuumtechnik optimiert Plattenhandling

Ein Artikel von Jakob Wassermann | 02.04.2026 - 09:06
Balz_Aumann_manuelleKranbedienung.JPG

Der Vakuumsortierroboter ist über die gesamte Hallenlänge verfahrbar. Er wird auch zur Platzierung der Zuschnitte auf den Elementen genutzt. © Jakob Wassermann

Bei der Ausarbeitung des Produktionslayouts haben wir uns am Konzept von Hauck Hausbau orientiert. Dort kommen ebenfalls mehrere Kräne von Balz zum Einsatz. Das Unternehmen genießt einen guten Ruf in der Vakuumhebetechnik, verfügt über zahlreiche Referenzen und ist ein sehr flexibler Familienbetrieb“, begründet Theodor Aumann, Geschäftsführer der Aumann-Gruppe, die Entscheidung, auf das Schweizer Unternehmen zu setzen.

Nach dem Einbringen der Plattenpakete per Vierwegestapler in die Produktionshalle lagert der Vakuumsortierroboter (VSR) von Balz die Materialien ein. Standardplatten wie OSB-, Hartfaserdämm- oder Gipskartonplatten befinden sich in einem Lager direkt hinter der Speed-Panel 2800 von Hundegger (s. Beitrag Neue Elementlinie unterstreicht Wachstumsstrategie). Insgesamt stehen zwölf Plätze für die bis zu 2,8 mal 6 m großen Platten zur Verfügung. Der VSR mit einer Tragfähigkeit von 500 kg stapelt diese bis zu 5 m hoch. „Das System lagert die Materialien autonom ein und übernimmt die Lagerverwaltung. Die Auslagerungsaufträge kommen von der Hundegger-Software“, erklärt Johannes Mai, Produktionsleiter Holztafelbau in der Aumann-Gruppe. Die Zuschnittanlage beschickt der VSR im Automatikbetrieb. „Läuft die Speed-Panel, wird die Zeit für die Einlagerung genutzt. Zudem setzen wir den VSR in der Elementfertigung ein“, ergänzt Aumann.

Kein Plattenschleppen mehr

Balz_Aumann_Plattenstapel.JPG

Neben dem Vakuumsortierroboter kommt von Balz auch das System zur Verwaltung der Plattenmaterialien. © Jakob Wassermann

Die Zuschnitte werden bereits auftragsbezogen gelagert. Da die Schienen über die gesamte Hallenlänge verlaufen, kommt der VSR auch für das Auflegen der Platten auf das Riegelwerk zum Einsatz. „Die Mitarbeiter müssen somit keine schweren Platten mehr tragen. Das erleichtert die Arbeit deutlich“, sagt Mai. In diesem Fall steuert ein Mitarbeiter den VSR per Funk.

Werden für die Konstruktion großformatige Bauteile benötigt, können diese ebenfalls mit dem VSR am Bearbeitungstisch positioniert werden. Dafür besteht die Möglichkeit, den adaptierbaren Plattengreifer mit wenigen Handgriffen abzulegen und mit der fest verbauten Vakuumtraverse Stangen bis 16 m zu manipulieren.