Paternoster für 24 m lange Binderbildung bei Binder in Jenbach: Anlage ging vor kurzem in Betrieb © H.I.T.
Die kommissionsbezogene Fertigung ist die ideale Lösung für Bauholzsäger, die Absatzschwierigkeiten beim Bauholz durch Leimholz kompensieren wollen. Mit geringen Investitionskosten kann der Säger KVH herstellen und bei Bedarf auch BSH, Duo- oder Triobalken erzeugen. Die Vorteile dieser Variante liegen laut H.I.T. in den geringen Lagerkosten der Fertigprodukte, minimaler innerbetrieblicher Transport und hohe Auslastung der Anlagen.
Zum Kommissionieren ist ein konventionelles Flächenlager sowie eine Hobelmaschine und Kommissioniersäge notwendig. Eine Kosmetik-Station ermöglicht das Aufwerten von Industrieware zu Sichtqualität. Die kombinierte Kapp- und Auftrennsäge kann aus vorhandenen Stangen ebenso Sonderquerschnitte schneiden.
H.I.T.-Anlage bei Kaufmann: rechts die Kosmetik-Station, unten Kommissionierung © DI (FH) Martina Nöstler
BSH-Stangen mit 24 m Länge und 600 mal 300 mm Querschnitt können bevorratet werden. Für jede Holzdimension ist eine Mindestmenge auf Lager. Die gesamte Logistik erfolgt über einen Leitrechner. Der Bediener hat Zugriff auf sämtliche Kundenaufträge.
Mittels Leitrechner wird die Ware im Lager gefunden, entnommen, gesägt und/oder gehobelt, kommissioniert, wenn nötig foliert und geht zum Versand. Damit kann Nordlam rasch auf Anfragen reagieren, ist Anton überzeugt. Für die Anlagen-Bedienung sind zwei Personen verantwortlich. Eine ähnliche Anlage wurde bei Konstrukto in Höchstädt/DE montiert.
Bei Schneider sind jetzt alle drei Werke mit der Kommissionierlinie verbunden.Perfekte Fertigungs-Logistik. Eine besondere Lösung hat sich H.I.T. bei Merkle, Nersingen/DE, einfallen lassen: Zwischen den zwei bestehenden Keilzinken-Anlagen sowie Hobelung und einer neuen Hobellinie ist nun ein Verfahrwagen in der Hallen-Längsachse im Einsatz. Sämtliche Anlagen sind mit dem Wagen online verbunden. Per Knopfdruck übernimmt dieser die Ware und bringt sie zur nächsten Bearbeitungs-Station. Die Fertigung ist auf Längen bis 18 m ausgelegt.Leimholzwerk ohne Stapler. „Mit dem Verfahrwagen braucht man bei Merkle in der Produktion keine Stapler mehr. Er regelt den gesamten innerbetrieblichen Verkehr“, zeigt sich Anton begeistert. Die Produktion sei dadurch überaus flexibel. In drei Wochen beginnt die zweite Ausbaustufe: ein Duo-Werk, das im Sommer den Betrieb aufnehmen wird.
Als dritter Part kommt danach noch eine Kosmetik-Station für Einzelstücke hinzu. Damit kann Merkle seine Kunden sowohl mit KVH als auch Duolam bedienen.
Das neue 24 m-Werk von Binder in Jenbach läuft seit kurzem. H.I.T. lieferte den gesamten Ablauf hinter der Vorhobelung. Demnächst wird noch eine fliegende Säge KSF mit einer Schnittbreite von 2 m installiert.
Sortiert wird in 30 Boxen – aufgeteilt in zwei Mal 15 – um den Platz optimal zu nutzen. Somit war ein Maximum an Kapazität für die restliche Halle gegeben.
Im Sägewerk Deisl, Adnet, setzt man nun im Nachschnitt auch auf H.I.T.: Im Jänner nahm man einen Besäumer in Betrieb, der Stärken bis 250 mm fünfstielig variabel verarbeitet.
Sämtliche Anlagen werden in der großen Halle bei H.I.T. zusammengebaut und getestet hier eine Nachschnittmaschine NSM240 © H.I.T.
„In Österreich konnte sich H.I.T. in den vergangenen Jahren einen beachtlichen Marktanteil sichern“, meint Anton.
H.I.T.-Facts
Gegründet: 1988Standort: Ettringen/DE
Geschäftsführer: Gebhard Bertele, Franz Jeckle und Uli Kern
Produkte:
• Rundholzplatz
• Nachschnitt-, Zuschnitt- und Sortieranlagen
• Mechanisierungen
• Auftrennsägen
• Stapelanlagen
Absatz: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Osteuropa