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Im Direktvergleich punktet der SBX-Vakuum-Balken (rechts) durch Kompaktheit und überzeugende Saugstärke © Mag. (FH) Hubert Burböck

Sichere Handhabung

Ein Artikel von Mag. (FH) Hubert Burböck | 28.08.2006 - 00:00
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Im Direktvergleich punktet der SBX-Vakuum-Balken (rechts) durch Kompaktheit und überzeugende Saugstärke © Mag. (FH) Hubert Burböck

"Bei uns werden vorwiegend BSH-Lamellen lagenweise mittels Vakuum-Heber transportiert”, erklärt Markus Haun, der im BSH-Werk von Binder Holz, Jenbach, für Technik verantwortlich zeichnet. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Chargen stellt laut Haun die Herausforderung in der internen Logistik dar.

Handhabung von rauen und verworfenen Lamellen. „Bis vor kurzem hat es am Markt keine optimale Lösung für lagenweise Entstapelung von Schnittholzpaketen gegeben”, fasst Erwin Thanner, Thanner Maschinenbau, Schwaz, zusammen.
„Die existierenden Sauglösungen waren zum einen nicht im Stande, durchgehend gleichmäßige Hebeleistungen zu bringen, waren sperrig, unflexibel und benötigten eine gewaltige Anschlussleistung von 40 kW”, beschreibt Thanner, der die Österreichvertretung des Vakuumtechnik-Anbieters Schmalz, Glatten/DE, über hat.
Seit einiger Zeit hat man sich für den Austausch der Saugbox gegen SBX-Balken von Schmalz entschieden. Mit der neuen SBX-Serie wurde eine Erweiterung zu den bisherigen Systemen der Serien FX und FM sowie der Vacu-Box konzipiert. Mit dem SBX-Saugbalken können sägeraue Schnitt- und Konstruktionshölzer, verwundene und verzogene Balken, Bohlen und Bretter mit sägerauer Oberfläche oder auch neue und gebrauchte Paletten sicher gehandhabt werden. Bei Lamellen können Breiten von 60 mm problemlos gehandhabt werden.
„Dadurch erweitern sich die Einsatzund Nutzungs-Möglichkeiten auf den Materialfluss, Lagertechnik, Kommissionierung und Verpackung”, so Thanner.
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Lagenweise Handhabung von Lamellen trotz Staub und Verwindung – Breiten von 60 mm aufwärts können problemlos transportiert werden © Mag. (FH) Hubert Burböck

Vier Standard-Baugrößen. Die SBX-Saugbalken, die in vier Standard-Baugrößen lieferbar sind, zeichnen sich laut Thanner durch kompakte Abmessungen, totale Integration der Technik im Balken sowie geringes Gewicht aus. Optional kann das Flächengreifsystem in Kombination mit einem Industrieroboter betrieben werden, auf welchem es unkompliziert zu installieren sei. Je nach Anforderung ist es möglich, mehrere Saugbalken an einer Traverse zu befestigen, was einen Austausch bestehender Anlagen ohne spezifische Umrüstungen ermöglicht. Je nach Größe bringt es ein Balken auf 70 bis 80 kg. Die Abmessungen betragen in der Breiten 200 und 400 mm, der Länge von 1050 bis 1250 mm oder Sonderlängen von bis zu 5200 mm, wie etwa bei Binder Holzbausysteme, Unternberg (sh. Holzkurier Heft 34 S. 20).
Weiters ermöglicht ein SBX-Balken sowohl einzelnes als auch Lagen weises Handling von Brettern oder Zuschnitten, da die Saugkraft nur an Stellen wirksam wird, wo das Stückgut anliegt.

Volle Power mit doppeltem Unterdruck. Die Vakuumerzeugung für den SBX-Saugbalken kann durch eine integrierte Variante mit Ejektor oder durch eine externe Variante mit Pumpe oder Gebläse erfolgen. „Diese erreichen einen maximalen Unterdruck von 0,85 bar anstelle von 0,45 bar bei einem konventionellen Gebläse”, erklärt Thanner. Durch den erreichbaren doppelten Unterdruck komme es zu einem explosionsartigen Ansaug-Volumenstrom, wodurch auch stark verwundene Bretter sicher angesaugt werden.
Durch die in Vorgängermodellen bewährte Ventiltechnik, sei der SBX-Saugbalken unempfindlich gegen Verschmutzungen. Ähnliches gelte für die speziellen Dichtmatten, die kaum Leckagen zulassen und somit bei geringem Energieaufwand einen hohen Wirkungsgrad mit sich bringen würden. „Bei uns laufen die Anlagen sieben Tage in der Woche”, verweist Haun auf die wartungsfreien SBX-Balken, wo die Dichtmatten lediglich im Zuge der jährlichen Revisionsarbeiten erneuert werden.
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Durch die Kombination zweier SBX-Balken auf der Portal-Anlage wurde mit 8 kW Antriebsleistung die Hebe-Performance erhöht © Mag. (FH) Hubert Burböck

Es geht in Richtung Kommissionierlager. „Der Trend bewegt sich am BSH-Markt klar in Richtung individuelle Kommissionen unterschiedlicher Sortimente”, so Thanner. Dafür seien flexible Logistik-Systeme notwendig, die im Stande sind, ganze Träger zu manipulieren.
Durch eine Neuentwicklung, wird in Kürze ein neues System eingesetzt. Dies soll es einer SBX-Box ermöglichen, bis zu 2,5 t Hebekraft aufzubringen. „Damit werden wir dann Binder mit 24 m Länge heben können”, unterstreicht der Geschäftsführer.