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Studienpreis Holzwerkstoff-Forschung: Prof. Rainer Marutzky, Int. Verein für Technische Holzfragen, die Preisträger Melanie Blumentritt und Christian Lanvermann mit Hubertus Flötotto, Vorsitzender des Karlsruher Vereines (v. li.) © Fraunhofer WKI

Preis für Holzwerkstoff-Forschung

Ein Artikel von Forstassessor Peter Liptay | 13.07.2010 - 10:00
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Studienpreis Holzwerkstoff-Forschung: Prof. Rainer Marutzky, Int. Verein für Technische Holzfragen, die Preisträger Melanie Blumentritt und Christian Lanvermann mit Hubertus Flötotto, Vorsitzender des Karlsruher Vereines (v. li.) © Fraunhofer WKI

Melanie Blumentritt und Christian Lanvermann sind die Preisträger beim Studienpreis Holzwerkstoffforschung 2010 des „Karlsruher Vereins“, dem Förderverein Holzwerkstoff- und Holzleim-Forschung, Gießen/DE. Verliehen wurden die mit je 1000 € dotierten Preise bei der Feierstunde zum 90-jährigen Bestehen des Verbandes der Holzwerkstoffindustrie (VHI) am 22. Juni in Dresden.

Blumentritt untersuchte in ihrer Masterarbeit an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen den Einfluss der Abtrennung von Hemizellulosen auf die Spanplatten-Eigenschaften. Bei Spänen aus vier verschiedenen Holzarten wies sie nach, dass sich bis 16% der Holzmasse durch Heißwasser-Extraktion herauslösen lassen. Der Einsatz der extrahierten Späne führt zwar zur Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften der Spanplatten, die Werte liegen aber im Rahmen der Normvorgaben, heißt es.

Lanvermann wurde für seine Diplomarbeit im Zentrum Holzwirtschaft der Universität Hamburg in Kooperation mit einer Forschergruppe in Kanada geehrt. Der Diplom-Holzwirt hat computerbasierte Simulationsmodelle zur Vorhersage der Eigenschaftswerte von Holzwerkstoffen weiterentwickelt und experimentell überprüft. Dabei gelang ihm die Übertragung eines für OSB entwickelten Modells auf Spanplatten.