J. Rettenmaier & Söhne

Allspan-Tiereinstreuwerk in Wilburgstetten wird geschlossen

Ein Artikel von Michael Fehrle | 24.04.2025 - 12:49

Danach erfolgen der Rückbau der Produktionsanlagen und die Rückgabe der Immobilien an den Vermieter. Den Mitarbeitern wurde eine Weiterbeschäftigung an anderen JRS-Standorten angeboten. Die unter anderem in Pferdeställen genutzte Einstreu wird künftig aus dem Werk am Firmensitz von Allspan in Wismar geliefert. Die Schließung wird laut JRS damit keine Auswirkungen auf die Aktivitäten von Allspan oder weiteren Unternehmen der JRS-Gruppe haben.

JRS war 2015 über eine Beteiligungsgesellschaft bei der damals zur German Pellets-Gruppe gehörenden German Horse Pellets, Wilburgstetten, eingestiegen. 2019 erfolgte die Verschmelzung mit der ebenfalls zur JRS-Gruppe gehörenden Allspan.

Den Standort in Wilburgstetten hatte German Pellets 2010 von der benachbarten Rettenmeier Holzindustrie für 12 Mio. € gekauft, um den Geschäftsbereich Tiereinstreu zu erweitern. Damals konnten mit 25 Mitarbeitern auf vier automatischen Produktionslinien jährlich 75.000 t Einstreuprodukte zu Ballen verpresst und verpackt werden. Hinzu kam eine Absackanlage für Einstreupellets.

Die für die Produktion benötigten Späne werden von Holzver- und -bearbeitungsbetrieben in der Region geliefert. In einem nennenswerten Umfang stammt das Rohmaterial auch aus dem ebenfalls zur Gruppe gehörenden Pelletswerk JRS Holzenergie HEW in Herbrechtingen. Dort hatte bereits der ehemalige Eigentümer German Pellets 2009 Hobelanlagen für die Verarbeitung von Fichtenrundholz in Schleifholzqualität zu für Tiereinstreu geeigneten Spänen aufgestellt.