Unternehmensbereich Obtüra verkauft
Zur Importgesellschaft der Klöpfer-Gruppe Weltholz in Bremen/DE liegen keine konkreten Informationen vor. Da Weltholz in nennenswertem Umfang für weitere Unternehmen der Gruppe tätig ist, wird auch hier mit einem Verkauf gerechnet. Weltholz importiert unter anderem Sperrholz, Terrassendielen, Hobelware und Massivholz. Eine Anfrage zum Unternehmensbereich Elephant (Sichtschutzsysteme) in Bremen blieb bis zur Drucklegung des Holzkurier unbeantwortet. Über Elephant wickelt Klöpferholz das Geschäft mit Bambusprodukten sowie Sichtschutzelementen und Terrassendielen überwiegend aus WPC ab. Den Unternehmensbereich Obtüra hat Jaeger Ausbau Beteiligung, Dortmund, am 13. Januar gekauft. Obtüra ist auf Türenmontage und projektbezogene Türsystemlösungen spezialisiert.
| Datum | Veränderungen |
|---|---|
| 01-2026 | Verkauf von sieben Standorten an W. & L. Jordan und Enno Roggemann |
| 01-2026 | Verkauf des Unternehmensbereichs Obtüra an Jaeger Ausbau Beteiligung, Dortmund |
| 01-2026 | Verkauf von Dallgow an Capital Baustoffe |
| 2025 | Schließung Lager Kitzingen |
| 08-2025 | Neuausrichtung der Wert- und Schnittholzberatung |
| 08-2025 | Neuausrichtung der Logistikstrukturen in Norddeutschland, Schließung des Abhollagers Hamburg |
| 09-2021 | Klöpfer & Königer verkauft Klöpferholz an Brüder Wendelstadt |
| 09-2021 | Inbetriebnahme automatisches Plattenlager in Wolnzach |
| 06-2021 | Bündelung der Schnittholztrocknung und des Wertholzgeschäfts im Leistungslager Wolnzach |
| 06-2021 | Neueröffnung Leistungslager. Dallgow für Holzhandel und Construction mit automatischem Plattenlager und Bearbeitungszentrum |
| 01-2021 | Anmietung von Lagerhalle (25.000 m²) in Bremen für Unternehmensbereiche Weltholz, Elephant, Construction und Surfaces |
| 04-2020 | Brand auf Gelände der ehem. Louis Krages Holzwerke, Bremen, betrifft Lager von Weltholz |
| 02-2020 | Inbetriebnahme Leistungslager Kabelsketal-Großkugel bei Leipzig (12.500 m²) |
| 12-2019 | Übernahme des Geschäftsbetriebs der auf WPC und Bambus ausgerichteten Firma Elephant, Bremen, von Melchers Gruppe, Bremen |
| 06-2019 | Schließung Lager Schwerin |
| 01-2019 | Beitritt zur Hagebau |
| 02-2018 | Inbetriebnahme Lager (11.800 m²) in Kitzingen |
| 11-2015 | Schließung der Weltholz-Importlager in Köln und Neu-Ulm, Konzentration in Bremen |
| 2015 | Ankündigung des Konzeptes von Zentral- u. Leistungslagern (35 Mio. €) |
35 Mio. € teure Zentrallagerstrategie
Klöpferholz ist vor allem nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 durch die Übernahme staatlicher Standorte in Ostdeutschland stark gewachsen. 2004 kamen Anders Brinkman und Alfred Hutzfeld in Hamburg sowie Anders Holz in Dallgow hinzu. In den 2000er-Jahren wurde unter der Leitung von Karl Becker versucht, unter dem Namen „Netzwerkholz“ die Kooperation von Holzhandelsunternehmen zu stärken. 2015 begann die Neustrukturierung der damals 20 Standorte. Für 35 Mio. € wurde das Konzept der Zentral- und Leistungslager bis 2021 umgesetzt. Im Süden erweiterte Klöpferholz vor allem Wolnzach. Im Osten wurden Dallgow und Schleusingen ausgebaut oder umfassend modernisiert. Ein nennenswerter Teil der Investitionssumme floss in den gemieteten Standort Kabelsketal-Großkugel bei Leipzig sowie nach Kitzingen. Den geplanten Lagerneubau in Hamburg setzte das Unternehmen nicht um. Im Gegenzug löste Klöpferholz dezentrale Lager auf. Obwohl die dafür genutzten Immobilien häufig im Eigentum von Klöpferholz standen, blieben an vielen Standorten nur Verkaufsbüros bestehen. Teilweise wurden diese durch Ausstellungen ergänzt.
Im Anschluss an die Zentral- und Leistungslagerstrategie kam es 2021 zur Neuorganisation der Gesellschafteranteile. Die der Klöpferholz übergeordnete Klöpfer & Königer-Gruppe, Garching, verkaufte alle Anteile an die Brüder Hermann und Florian Wendelstadt. Diese gehörten, wie rund 70 weitere Nachkommen des Unternehmensgründers Johann Christian Klöpfer, zum Gesellschafterkreis von Klöpfer & Königer. Zuvor hatte die Gesellschaft ihre Anteile am Oberflächen- und Kantenhersteller Surteco, Buttwiesen/DE, an die Schürfeld-Gruppe verkauft.
Meldung vom 22. Januar 2026
Das Holzhandelsunternehmen Klöpferholz-Gruppe, Garching/DE, hat mehrere der bislang 19 Standorte an W. & L. Jordan, Kassel/DE, sowie an Enno Roggemann, Bremen/DE, verkauft. Die Kunden informierte Klöpfer am 19. Januar. Der Verkauf der beiden Thüringer-Standorte Erfurt und Schleusingen sowie Magdeburg in Sachsen-Anhalt an Jordan erfolgt zum 1. Februar. Der Übergang des Standorts Hamburg/DE sowie der Vertriebs- und Lagerstandorte in Rostock/DE, Schwerin/DE und Neustrelitz/DE auf Roggemann ist zum 1. März geplant. Zudem wird damit gerechnet, dass Capital Baustoffe, Berlin, das Lager in Dallgow-Döberitz bei Berlin übernimmt. Dallgow und Hamburg sind den Klöpferholz-Unternehmensbereichen Holzhandel und Construction zugeordnet.
Käufersuche für weitere Standorte
Für die süddeutschen Vertriebsstandorte ohne Lager in Neuhaus a. Inn, Rosenheim und Neu-Ulm laufen Gespräche mit potenziellen Käufern. Gleiches gilt für die Standorte Nürnberg, Garching und Wolnzach. In Garching befinden sich neben der Unternehmenszentrale auch das von Klöpfer Construction genutzte Lager mit Schwerpunkt Parkett und Türen. In Wolnzach liegt der Fokus auf Holzwerkstoffe und Wertholz. Dort sind drei Vakuumkammern sowie zwei Frischluft-Abluft-Kammern zur Trocknung von hochwertigem Laub- und Nadelschnittholz installiert.
Standortschließungen
Die Schließung der Holzhandlungen in Aschaffenburg/DE, Walldorf/DE und Kitzingen/DE wurde bislang nicht bestätigt. Den Standort Nordhausen/DE hat Klöpferholz bereits 2022 geschlossen. Obwohl in Kitzingen erst 2018 ein Lager eröffnet wurde, erfolgen die Lieferungen seit Ende 2025 aus Wolnzach und Garching.