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O.Univ.-Prof. Dr. Hubert Sterba wurde am 14. Februar 65 Jahre alt © Boku

Hubert Sterba - 65 Jahre

Ein Artikel von Prof. Dr. Otto Eckmüllner und Univ.-Prof. Dr. Hubert Hasenauer | 15.02.2010 - 18:13
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O.Univ.-Prof. Dr. Hubert Sterba wurde am 14. Februar 65 Jahre alt © Boku

O.Univ.-Prof. Dr. Hubert Sterba, einer der führenden forstlichen Biometer und Waldwachstumskundler, feierte am 14. Februar seinen 65. Geburtstag. 1967 schloss er sein Studium der Forstwirtschaft an der damaligen Hochschule für Bodenkultur ab. Während des Studiums arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Forstliche Standortslehre, um dort unmittelbar danach eine Stelle als Universitätsassistent anzunehmen. 1973 erhielt er den ersten eigenständigen Lehrauftrag für Forstliche Standortslehre. Ein Jahr danach wechselte er an das Institut für Forstliche Ertragslehre mit Vorstand o.Univ.-Prof. Dr. Walter Bitterlich. Im gleichen Jahr habilitierte Sterba mit einer Arbeit über ertragskundliche Hypothesen über den Standort.

Bis 1979 verfasste Sterba zahlreiche Arbeiten über Methoden zur Bestandesmassen-Ermittlung und Waldwachstums-Gesetzmäßigkeiten. Weiters engagierte er sich in der Selbstverwaltung der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) und war Vorsitzender des Assistentenverbandes der Universität. 1979 wurde er zum ordentlichen Universitätsprofessor für Forstliche Ertragslehre am gleichnamigen Institut berufen.

Von 1980 bis 1984 war Sterba Vorsitzender der Fachgruppenkommission Forst- und Holzwirtschaft an der Boku. Zwischen 1985 und 1989 war Sterba Rektor der Universität des Lebens. Seit 1996 ist er Vorsitzender der Doktorats-Studienkommission und seit 2009 Studiendekan der Boku. Zahlreiche Gastprofessuren in den USA, Indonesien, Spanien und Wales sowie etliche außeruniversitäre Funktionen begleiten seine Karriere.

Der Jubilar hat über 200 Publikationen in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften, aber auch unzählige Publikationen für die Praxis verfasst. Besondere Anerkennung gebührt ihm für die Leitung des Spezialforschungsbereiches Waldökosystem-Forschung und für die Co-Leitung der Österreichischen Waldinventur von 2000 bis 2002. 2001 wurde Sterba das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

Als Prüfer glänzte Sterba durch absolute Objektivität, als Wissenschafter durch Genauigkeit und Innovationskraft. Seine rasche Auffassungsgabe und seine Art, allen Menschen gleich respektvoll zu begegnen, zeichnen ihn als bescheidenen aber stets neugierigen Wissenschaftler aus. Ein besonderes Anliegen war ihm immer die forstliche Ausbildung und, dass „seine Absolventen” den Weg in die forstliche Praxis finden.