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Der neue Langholzkran S260Z 96 wurde bei den Epsilon-Innovationstagen erstmals vorgeführt © Forstassessor Peter Liptay

Innovationen gegen die Krise

Ein Artikel von Forstassessor Peter Liptay | 08.03.2010 - 11:19
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Der neue Langholzkran S260Z 96 wurde bei den Epsilon-Innovationstagen erstmals vorgeführt © Forstassessor Peter Liptay

An die 500 Händler, Generalvertreter und Kunden aus ganz Europa ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die neue S-Serie auf den Epsilon-Innovationstagen unter die Lupe zu nehmen, bevor sie im Frühjahr auf zahlreichen Messen vorgeführt wird. Noch sind die neuen, für Holztransport und Recycling konzipierten Kranmodelle der S-Serie nicht auf Fahrzeugen aufgebaut. „Wir präsentieren die neue Serie bewusst im Vorfeld der kommenden Messen, wie der Euro Forest im französischen Burgund und der Interforst in München, wo die Krane dann auf Fahrzeugen zu sehen sein werden”, erklärte Ing. Hans-Jürgen Friedrich, Geschäftsführer beim Kranspezialisten. „Es herrscht eine gewisse Aufbruchstimmung in der Branche. Wir wollen gleich zum Jahresanfang mit einer ‚Superneuheit‘ Aufmerksamkeit erregen. Wir möchten unseren von der Krise betroffenen Kunden zeigen, dass wir etwas gegen die Flaute tun und dass es bergauf geht.”

Geschlossenes System

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Epscope auch für Langholzkrane: Alle Bauteile sind innenliegend und damit geschützt montiert © Epsilon

Innerhalb der neuen S-Serie gibt es neun verschiedene Kranmodelle von 20 bis 30 mt Hubkraft. Damit erweiterte Epsilon seine Epsolution-Baureihe auf die schwere Langholzserie. Alle Krane sind serienmäßig mit Epscope und Epslink ausgestattet. Beim patentierten Doppelteleskop-System Epscope sind Schubzylinder und Schlauchführung geschützt. Das geschlossene System verhindert ein Hängenbleiben von Ästen, sodass beschädigte Schläuche der Vergangenheit angehören. „Sollte dennoch ein Schlauch vor Ort zu wechseln sein, wird dies durch eine einfache Demontage des Schutzbleches zum Kinderspiel”, erzählte Friedrich.

Die patentierte Gelenk-Rotator-Kombination Epslink überbrückt mit innenliegender Schlauchführung die sensible Nahtstelle zwischen Kranspitze und Rotator und ist auch wesentlich stärker als herkömmliche Lastgehänge.

Die Krane sind als L-Krane (Langarm) oder Z-Krane (zusammenklappbar) erhältlich. Zur Auswahl stehen Einfach- und Doppelteleskop-Varianten mit Reichweiten von 8,2 bis 13 m - je nach Anspruch mit Einfach- oder Doppelkniehebel-System ausgestattet. In der HPLS (High Power Lifting System)-Ausführung haben die Krane durch Druckerhöhung ein gesteigertes Hubmoment bei gleichzeitiger Reduktion der Arbeitsgeschwindigkeit - eine Funktion, die sich bei der gelegentlichen Manipulation von sehr schweren Lasten bezahlt macht.

Leichtgewichte für Langholzeinsatz

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Spezialist für Langholztransporte: der neue Epsilon S260L 82 © Epsilon

Mit dem S220L und dem S240L HPLS bringt Epsilon ein neues, um etwa 200 kg leichteres Kranmodell in der Langholz-Produktpalette auf den Markt. „Die Gewichtsreduktion macht dieses Modell speziell für Frächter, die weite Wegstrecken mit ihren Langholzzügen zurücklegen müssen, interessant”, berichtete Friedrich.

Mit der neuen Serie gehen neue Ausstattungsvarianten einher, wie zum Beispiel Epshood. Das neue, pneumatisch aufklappbare Wetterschutzdach ermöglicht dem Kranfahrer eine komfortable und sichere Bedienung mittels beidseitig bedienbaren Kippschalters. Als weiteres Highlight sind alle Krane der neuen Serie optional mit LED-Scheinwerfern verfügbar. „Die LED-Technik verfügt bei einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis über eine wesentlich bessere Wahrnehmung der Leuchtkraft aufgrund von einem weißeren, helleren Licht”, informierte Friedrich.

Gewinn trotz Krisenjahres

In einem schwierigen Jahr 2009, in dem die Umsätze des Mutterkonzerns Palfinger um 36 % zurückgingen, konnte man bei Epsilon noch einen Gewinn einfahren. „Im Langholztransport geht es momentan sehr ruhig zu. Viele Fahrzeuge wurden wegen Überkapazitäten abgemeldet”, schilderte Friedrich. Große Finanzierungsprobleme haben vor allem Unternehmer in den osteuropäischen Ländern.

„Immerhin fördern die steigenden Rundholzpreise die Holzernte und bewegen damit die Holzabfuhr”, hatte Friedrich Positives zu berichten. „Wir verspüren im Jänner und Februar gute Auftragseingänge am Feld der Bioenergie und am Hackermarkt. Auch der Recyclingbereich läuft gut.”