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Von allen erfassten Schadfaktoren im Tiroler Wald spielt der Einfluss durch das Schalenwild die weitaus größteRolle. © Archiv

Mehr Holz, aber auch Verbiss

Ein Artikel von DI Andreas Fischer (für timber-online.net bearbeitet) | 31.05.2011 - 14:35
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Von allen erfassten Schadfaktoren im Tiroler Wald spielt der Einfluss durch das Schalenwild die weitaus größteRolle. © Archiv

Laut dem Tiroler Waldbericht 2011 wurden im Vorjahr 1,4 Mio. fm geerntet, während es jahrelang deutlich unter 1 Mio. fm waren. "Damit werden etwa 81% des Holzzuwachses genutzt", erklärte Landesforstdirektor DI Josef Fuchs anlässlich einer Pressekonferenz am 28. Mai in Innsbruck. Die durch die Bewirtschaftung verursachten Stammschäden liegen deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt. Konsequente Verjüngungsmaßnahmen hätten dazu geführt, dass der Anteil der Bäume über 120 Jahre im Schutzwald auf 31% gesunken ist (–10% zu 1990). Während die Waldflächen im Talbereich abgenommen haben, wachsen Almen und Weiden zu.

Von allen erfassten Schadfaktoren spiele der Einfluss durch Schalenwild in den Jungwäldern die weitaus größte Rolle. 66% davon weisen laut Waldbericht eines oder mehrere „Verjüngungshemmnisse“ auf. 52% entstanden dabei durch das Wild. LHStv. Anton Steixner kündigte daher weitere Gesprächsrunden von Forst und Jagd an. Die Jägerschaft sei sehr bemüht, den Wildeinfluss auf ein akzeptables Maß zu reduzieren: „Die Abschusszahlen waren noch nie so hoch wie im vergangenen Jahr.“ In den vergangenen zehn Jahren dürfte allein der Rotwild-Bestand von etwa 20.000 Stück auf 30.000 angestiegen sein.

Das Förderprogramm konzentrierte sich auf den nachhaltigen Schutz vor Naturgefahren und die Sicherung des Lebensraumes. 90% der öffentlichen Ausgaben flossen in die Verbesserung der Schutzwälder, berichtete Steixner. 2010 seien demnach in Tirols Wald mit einem Gesamtbetrag von 20,6 Mio. € und einem Förderbeitrag von 11,6 Mio. € über 11.000 Investitionsmaßnahmen getroffen worden. Die Förderungsmittel wurden anteilig von der EU zu 45%, dem Bund zu 34% und dem Land Tirol zu 21% aufgebracht. "Die Waldeigentümer selbst investierten 9 Mio. € an Eigenleistung in die Schutzwaldpflege. Weiters wurden im Vorjahr 3,7 Mio. € in die Erholungsraumgestaltung investiert. Für über 100 Projekte stellten das Land Tirol und die EU eine Förderung in Höhe von 1,7 Mio. € zur Verfügung. Der Schwerpunkt lag erneut auf Rad- und Wanderwegen. Inzwischen sind 6600 km Forst- und Almwege vertraglich für Mountainbiking freigegeben", informierte Steixner.