Das Unternehmen timber worxs wurde von der ebenfalls in Frankfurt am Main ansässigen worxs group gegründet. Diese hat sich auf die Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen spezialisiert. „Wir wollen als Team von selbstständigen Unternehmern aus allen Bereichen der Wirtschaft mit unserer IT-Erfahrung den Rohholzhandel weiterentwickeln und vereinfachen. Dafür bieten wir eine Onlineplattform an, die hohe Transparenz, einfache Bedienung, durchgängige und einheitliche Abwicklung, sowie höchste Sicherheit und garantierte Gewährleistung für Anbieter und Nachfrager von Rohholz ermöglicht“, erklärt timber worxs-Gründer und -Geschäftsführer Gustav R. Gaß. Sein Unternehmen nutze dafür eine innovative Technologie, die mit Cloud-basierten Verifizierungsprozessen arbeitet.
Mithilfe von mehr Transparenz über Rohholzpreise, der Digitalisierung des gesamten Kauf- und Verkaufsprozesses und Reduzierung des administrativen Aufwands aller Beteiligter will timber worxs den Rohholzhandel revolutionieren.
„Wir sind kein Software-Unternehmen“, betont Gaß. Der Deutsche, Initiator und Mastermind hinter diesem vielversprechenden Start-up, kommt aus dem Börsengeschäft. Das prägt natürlich seinen Blickwinkel auf den Holzhandel. „Ich weiß, wie Online-Handelsplattformen wachsen. Wir verkaufen kein Produkt, sondern bieten ein barrierefreies Service an“, unterstreicht Gaß. Die Plattform, die timber worxs heute anbietet, will ein echter elektronischer Marktplatz mit integriertem Bietprozess sein, der den Waldbesitzer, Logistiker und Rohholzkunden verbindet und im Endausbau vom Wertholzstamm mit all seinen einzigartigen, verkaufsentscheidenden Eigenschaften bis zur Commodity Brennholz dem Handel mit allen Holzsortimenten gerecht wird.
Die Aufnahme in die Plattform erfolgt in Echtzeit über einen QR-Code, den der Stamm vom Einschlagort bis zum Holzverarbeiter beibehält. Der Status „Aufnahme“, „Lkw“, „laufend“ und „abgeschlossen“ gibt dabei den Fortgang des Bietprozesses wieder. Vorteile für den Verkäufer: Beschleunigung und hohe Transparenz des Verkaufsprozesses inklusive Stichtags für das Ende der Angebotsfrist, hohe Verkaufsreichweite, Transaktionsentgelt als festgelegter, kleiner Prozentsatz des Holzvolumens, Datenhoheit verbleibt beim Verkäufer. timber worxs will Brücken zu den Informationsinseln bauen und bietet offene API, etwa für Harvesterprotokolle und fotooptische Vermessungen, an. Vorteile für den Käufer: Die Kaufanfrage kann nach klaren Holzspezifikationen parametrisiert werden: Holzart, Sortiment, Dimension, Qualität, Herkunft. Zudem gibt es eine Schnittstelle zur Warenwirtschaft des Kunden. Die entstehenden Geschäftsverbindungen sind dann rein bilateral. „Da verliert selbst EUDR ihren Schrecken, weil Holzherkunft und Transportwege lückenlos digital und zertifiziert hinterlegt sind“, erklärt Gaß und fügt hinzu: „Die Forstwirtschaft hat beim Onlinehandel enorm viel Potenzial.“
Kosten nur im Erfolgsfall
„Das Rohholz wird im Wald vom Verkäufer in der timber worxs-App erfasst und automatisch für den weiteren Prozess digital optimiert. Die Daten werden geprüft und können anschließend ohne weiteren Aufwand für Auktionen zur Verfügung stehen. Nun können potenzielle Käufer aus den verschiedenen Angeboten individuell wählen und dann automatisierte Kaufabschlüsse tätigen“, erläutert Gaß und führt weiter aus: „Der anschließende Kaufvertrag ist ebenfalls digital und verursacht keinerlei Vertragsarbeit mehr. Schließlich kann unser Unternehmen die Lieferung freigeben und deren Einhaltung kontrollieren. Gebühren für die Nutzung der App fallen nur dann an, wenn es zwischen Käufer und Verkäufer auch tatsächlich zu einem Geschäft kommt.“ Damit wolle timber worxs einen Beitrag zu einer nachhaltigen, transparenten und effizienten Energiezukunft leisten, die alle regulatorischen Erfordernisse erfüllt.