Häufig haben sich nicht nur Lagerbestände mit vertraglichen gebundenen, derzeit aber nicht benötigten Mengen aufgebaut. In einem nennenswerten Umfang gibt es zwischenzeitlich zusätzlich freie Laubindustrieholz-Mengen.
Die Laubindustrieholz-Lieferungen in die Holzwerkstoff-Industrie stocken wegen des nach wie vor ausreichenden Nadelindustrieholz-Angebots. Vor allem Forstbetriebe rechnen aber damit, dass sich der Einsatz von Laubholz in den kommenden Jahren infolge des Nadelholzmangels erhöhen wird.
Ein kurzfristig steigender Einkauf von Laubindustrieholz durch Holzwerkstoff-Hersteller wird seit einigen Monate auch durch die von UPM-Kymmene verhindert. Die von UPM für die Bioraffinerie in Leuna/DE beschafften Mengen werden nach wie vor an die Plattenindustrie weiterverkauft. Dort reduziert sich folglich das Interesse an von Forstbetrieben oftmals noch hochpreisig angebotenen Mengen. Hinzu kommen Produktionsrücknahmen in den für den Laubindustrieholz-Verkauf relevanten MDF-Werken und der saisonübliche Rückgang von Energieholzlieferungen. Dies gilt sowohl für den Inlandsverkauf als auch für den Export nach Skandinavien, darunter vor allem Heiz- und Kraftwerke in Dänemark und Schweden.