Laut Waldschutzbericht für 2024 sind auf den erfassten Waldflächen 4,6 Mio. fm Schadholz angefallen (2023: 6 Mio. fm, –24%). 2,9 Mio. fm haben eine abiotische und 1,7 Mio. fm eine biotische Ursache. Abiotisches Schadholz summierte sich 2023 auf 2,6 Mio. fm, biotisches auf 3,4 Mio. fm.
Die durchschnittliche Schadholzmenge lag 2024 bei 1,7 fm/ha, 2023 bei 3,7 fm/ha.
Der Anteil von Fichtenkäferholz ist von 3,2 Mio. fm 2023 auf 1,4 Mio. fm 2024 um 56% zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Windwurfmengen im Jahresabstand um 500.000 fm auf 2,1 Mio. fm 2024 angewachsen (2023: 1,6 Mio. fm).
Schäden durch Dürre und Trockenheit haben sich von 835.000 fm 2023 auf 562.000 fm (–67%) 2024 reduziert. Laut FGMRI kam es 2024 mit 130.000 fm erstmals seit mehreren Jahren wieder zu einer nennenswerten Schneebruchmenge. Die Frostschäden erreichten insgesamt 16.300 fm, zusätzlich fielen 32.400 fm durch andere abiotische Schäden an.
Wegen des geringen Niederschlags im vergangenen Winter und Frühjahr sowie der daraus resultierenden Trockenheit in großen Teilen des Landes könnte es nach Einschätzung des FGMRI in diesem Jahr in Tschechien zu einer starken Borkenkäfervermehrung kommen.
In Tschechien wurde laut Tschechischem Statistikamt 2024 landesweit 17,8 Mio. fm geerntet. Davon entfielen auf Schadholz 8,5 Mio. fm. 2023 lag der Schadholzanteil Tschechiens bei 11 Mio. fm, davon entfielen wiederum 5,6 Mio. fm auf Käferholz, 3,4 Mio. fm auf Sturmholz und Windwürfe sowie 2 Mio. fm auf sonstige Faktoren.
Das FGMRI veröffentlicht seit mehr als zwanzig Jahren einen Waldschutzbericht. Grundlage der Daten bilden Rückmeldungen von Waldbesitzern und Forstbetrieben, die etwa 70% der Waldfläche Tschechiens abdecken. Insgesamt verfügt Tschechien über 2,67 Mio. ha Wald, was rund 34 % der Landesfläche entspricht.