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Förderband entlang der Säge- zur Sortierhalle © Nöstler

Einschnitt verdoppeln

Ein Artikel von Dipl.-Ing. (FH) Martina Nöstler | 15.12.2004 - 00:00
Als Heinz Moser, Fresach, vor 14 Jahren mit dem kleinen Sägewerk begann, hatte er den Betrieb eigentlich als Nebenerwerb zur Landwirtschaft geplant. „Mittlerweile läuft das Geschäft aber so gut, dass der Bauernhof eher in den Hintergrund gerückt ist“, zeigt sich Moser mit seinem „neuen“ Beruf zufrieden. Mit einem EWD-Gatter und einer Besäumanlage von Linck bewältigt Moser mit einem Mitarbeiter und seinen Eltern 4000 fm Einschnitt pro Jahr.
Als einen Grund für die von Beginn an guten Geschäfte nennt Moser: „Ich habe mit der Säge begonnen, als viele Zimmereien die eigenen geschlossen haben.“ Und das sind auch heute die Hauptkunden, Holzbau-Betriebe wie etwa Strauss in Feistritz (sh. Holzkurier Heft 49, S. 14). Weiters beliefert Moser auch das Leimholzwerk Stingl, Guttaring. Die beiden Unternehmen verbindet eine wichtige Gemeinschaft: das Kooperations-Abkommen Timber Team, bei der sowohl Moser als auch Stingl Gründungs-Mitglieder waren.
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Förderband entlang der Säge- zur Sortierhalle © Nöstler

Moser-Facts Gegründet: 1990
Inhaber: Heinz Moser
Mitarbeiter: 2
Areal: 1 ha
Einschnitt: 4000 fm 2004, 7000 fm geplant 2005
Produktion: 4500 m³/J geplant
Produkte:Schnitt- und (Listen-) Bauholz
Holzarten: Lärche (bis 15%), Fichte
Export: 10% (ausschließlich Italien)
Maschinenfabrik Stingl-Facts Geschäftsführer: Maximilian Stingl
Mitarbeiter: 25
Programm: Sägewerksmaschinen und -mechanisierungen,
Vielblatt- und Kappsägen, Leimholz-Mechanisierungen,
Paketieranlagen
Von händisch zu vollautomatisch. Im Timber Team hilft man sich bei den Aufträgen gegenseitig ein wenig aus. Maximilian Stingl, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Stingl, war es auch, der Moser bei der neuen Sortieranlage „geholfen“ hat. Musste Moser früher das Schnittholz händisch sortieren, steht in Fresach nun eine von Holzbau Strauss neu errichtete Sortierhalle zur Verfügung, deren maschinelle Ausrüstung „alle Stückerl’n spielt“.
An der Sägehalle entlang bis zur eigentlichen Sortierung führt ein 40 m langes Förderband das Schnittgut. Fünf Etagen stehen dem Säger zur Verfügung, das Holz nach Qualität und Dimension einzuteilen. Außerdem installierte man das Sortierrad von Stingl, mit dem etwa zu lange Ware in eine zusätzliche Etage zurück sortiert werden kann. Zwei externe Aufgaben. Um die Sortieranlage nach Möglichkeit zu 100% zu nutzen, wurden zwei externe Aufgaben vorgesehen. Eine wurde vis-à-vis von der Stapelanlage angebracht. Hier kann Schnitt- oder Kantholz, das nicht über die Besäumanlage läuft, mittels Stapler aufgegeben werden.
Des Weiteren wurde ebenerdig eine Kippentstapelung montiert, wo Moser luftgetrocknete Pakete aufgeben, nachsortieren und versandbereit stellen kann.
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Kann mit der neuen Sortieranlage von Stingl den Einschnitt fast verdoppeln: Heinz Moser © Nöstler

Große Erleichterung. Mit dieser Investition von 500.000 € rechnet sich Moser einen Mehr-Einschnitt von 2000 bis 3000 fm/J aus. Früher musste der Sägewerker nach der normalen Arbeits-Schicht im Sägewerk noch bei der Sortierung sprichwörtlich Hand anlegen, um die Ware noch einzuteilen und zu sortieren, bevor am nächsten Tag wieder die Maschinen starteten.
„Jetzt dauert das Sortieren und Stapeln kaum eine Stunde – selbst wenn die Etagen zur Gänze gefüllt sind“, freut sich Moser. „Aufgrund der ständig steigenden Mehrmengen wäre die händische Sortierung nicht mehr möglich gewesen“, begründet Moser seine Entscheidung für die Investition.
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Stingl-Sortierrad: damit kann Moser unpassende Sortimente zurücksortieren © Nöstler

Lange Zusammen-Arbeit. Mit der Maschinenfabrik Stingl verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit – auch vor Timber Team. „Die gesamte Mechanisierung rund um das Gatter sowie die Hack-Anlage stammen aus Guttaring“, so Moser.
Er war damals schon mit der Arbeit zufrieden – und auch heute. „Außerdem bietet Stingl ideale Lösungen für Klein- und Mittelbetriebe“, erläutert Moser. Die Installation erfolgte im April und Mai, Ende Mai wurde die Sortier-Anlage gestartet.
Auf knapp 1000 m Seehöhe über dem Drautal gelegen schneidet man hauptsächlich Langholz bis 13,5 m. Bis zu 15% des Einschnitts betreffen Lärche, der Rest ist Fichte.
„Das Qualitätsholz beziehen wir ausschließlich aus den Wäldern von Foscari-Widmann-Rezzonicio“, betont Moser. Daneben kauft man das Rundholz bei Bauern aus der Umgebung. Der Sägewerks-Besitzer legt besonders Wert auf wintergeschlägertes Holz.
Auf Trockenkammern kann Moser verzichten – er setzt auf die bewährte Lufttrocknung. „Bei uns am Berg geht immer a Lüfterl“, erläutert Moser – da trocknet das Holz besonders schonend.