Ein Beispiel für den rasanten Wandel in der süddeutschen Holzindustrie und Teil des Besuchsprogramms der Holzkurier-Leserreise im Juni: Der Standort von Binder Holz Deutschland in Kösching/DE © Binder Holz Deutschland
• Bayerische Staatsforsten, Regensburg/DE
• Binder Holz Deutschland, Kösching/DE
• Biomassehof Allgäu,
Kempten/DE
• Holzwerke Pröbstl,
Fuchstal/DE
Das Besuchsprogramm wurde so gewählt, dass sowohl Forstwirten, Sägewerkern als auch Holzverarbeitern Interessantes geboten wird.
Das erste Jahr. Mit 1. Juli 2005 wurden die Bayerischen Staatsforsten als Unternehmen neugegründet, in die Privatwirtschaft entlassen und seither von Dr. Rudolf Freidhager als Vorstandsvorsitzenden geleitet. Am 26. Juni wird Freidhager oder Verkaufsleiter Robert Morigl den Teilnehmern der Leserreise erläutern, wie das erste Jahr des jungen Unternehmens verlief. Die Ziele waren ja ehrgeizig: Erntekosten-Senkung, weg von der preislichen Talsohle der vergangenen Jahre, neues Logistikkonzept, frei-Werk-Lieferungen etc.
Warum 150 Mio. €-Investition. In Kösching wird die Holzindustrie Binder am 14. Mai das neue Groß-Sägewerk feierlich eröffnen - nur eineinhalb Monate später wird unter anderem Eigentümer Reinhard Binder darlegen, was das Tiroler Familien-Unternehmen bewog, in Bayern eine 150 Mio. €-Investition zu tätigen.
900.000 fm sollen bereits im ersten Jahr geschnitten werden, parallel mit dem Sägewerk nahm man ein Hobelwerk mit einer Jahreskapazität von 280.000 m³ in Betrieb. Weitere Projekte - wie eine Pelletieranlage - sind für Kösching angedacht, die Reisegruppe sollte diesbezüglich neues vor Ort erfahren können.
Übernachtet wird am 26. Juni in Kempten, um es am nächsten Tag nicht weit zum Biomassehof Allgäu zu haben. 1997 wurde dieser gegründet, um den regionalen Brennstoffmarkt mit Biomasse zu versorgen - damals war man Vorreiter, im Vorjahr ausverkauft. Erläutert wird die Philosophie von Geschäftsführer DI (FH) Hugo Wirthensohn.
Brennholz trocknen. Derzeit läuft ein 1 Mio. €-Investitionsprogramm, um das Angebot noch ausweiten zu können: Etwa durch die Verdoppelung der Brennholz-Trocknung. Der Besuch eines Biomasse-Heizkraftwerkes rundet den 27. Juni vormittags ab.
Wald Mitbesitzer von Verarbeitung. Am frühen Nachmittag werden die Holzwerke Pröbstl in Fuchstal-Asch besucht. Das Sägewerk mit angeschlossener, umfangreicher Weiterverarbeitung fand für sich die strategische Zukunftssicherung darin, dass über 20 FBG/WBV rund 30.000 Waldbesitzer mit dem Holzverarbeiter kooperieren. Diese besitzen nun Anteile an einem Kunden, der praktisch alle Durchmesser-Klassen abnehmen kann.
Noch vor der gemeinsamen Genossenschaft starteten die Holzwerke Pröbstl ein 7,6 Mio. €-Ausbauprogramm: In dessen Rahmen wurde im März eine Spaner-Profilierlinie in Betrieb genommen und das Plattenwerk erweitert. Die weiteren Maßnahmen - wie ein Starkholz-Sägewerk um 6 Mio. € - werden dann gemeinsam mit den Forstmitbesitzern finanziert. Empfangen wird die Reisegruppe von Besitzer Helmut Pröbstl und Einkaufsleiter Michael Siller.
Am späten Nachmittag des 27. Juni wird die Reisegruppe wieder am Ausgangspunkt - der Raststation Voralpenkreuz - eintreffen.
Leserreise Bayern:
Bayerische Staatsforsten, Regensburg/DE Holzindustrie Binder, Kösching/DE Biomassehof Allgäu, Kempten/DE Holzwerke Pröbstl, Fuchstal/DEGeplanter Termin:26. und 27. Juni
Kosten: rund 330 € (exkl. Abgaben; einer Übernachtung und Verpflegung)
Information: DI Gerd Ebner,
(& +43 (0) 2235/404-313)
Anmeldung:
(die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um möglichst frühe Anmeldung wird gebeten): Monika Zechmeister,
Tel. +43 (0) 2235/404-271,
Fax -319,
@ anmeldung@timber-online.net