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Aus der Taufe gehoben: Georg Klampfer und Fritz Fillafer sind stolz auf die Infobox © Christoph Zeppetzauer

Die Trocknungsvisionäre

Ein Artikel von Christoph Zeppetzauer | 12.11.2013 - 11:49
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Aus der Taufe gehoben: Georg Klampfer und Fritz Fillafer sind stolz auf die Infobox © Christoph Zeppetzauer

Schauplatz Schneegattern, am Gelände des Fußbodenerzeugers Mafi. Geschäftsführer Fritz Fillafer und Vertriebsleiter Georg Klampfer halten eine Box im Ausmaß 40 mal 60 cm in Händen, die das vermutete Wunderding sein soll. „Mit dieser Erfindung treffen wir den Zeitgeist. Die Notwendigkeit, Energie zu sparen und die Trocknungseffizienz und -qualität zu steigern, ist mehr denn je gegeben“, ist Fillafer überzeugt und deshalb als Gesellschafter bei Frixx eingestiegen.

Von den Tieren zum Holz

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Deutlich senken konnte Mafi die Trocknungsdauer seines Lärchenkantholzes © Frixx

Erfunden hat die Box Dr. Franz Xaver Sterrer, ein befreundeter Tierarzt. Mit dieser Box werden Rennpferde weltweit behandelt, um das Blut besser zirkulieren zu lassen und Genesungen schneller voranzutreiben. Fillafer, der offen für neue Wege ist, ließ sich eine Infobox bauen, um sie für die Holztrocknung auszuprobieren. „Wir haben seit drei Jahren diese Box durchgehend in unseren Frischluft-Abluft-Kammern hängen. Mittlerweile können wir zeigen, dass es Einsparungen von 10 bis 15 % gebracht hat.“ Obwohl die Holztrocknung einen Großteil der thermischen Energie in einem Betrieb verschlingt, wissen laut Fillafer die wenigsten Benutzer, wie hoch die Trocknungskosten tatsächlich liegen. „In vielen Unternehmen bedient quasi irgendein Staplerfahrer die Trockenkammern mit dementsprechenden Ergebnissen. Bei uns ist die Holztrocknung Chefsache und wir konnten anhand eines Vorher-Nachher-Vergleichs eruieren, wie viel wir tatsächlich gespart haben.“

Wasser zum Tanzen bringen

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Einfach montiert: Laut Frixx braucht die Infobox weniger Strom als ein simples Radio © Frixx

Was aber genau bewirkt diese Box, dass Einsparungen im zweistelligen Bereich und ohne viel Aufwand erzielt werden können? „Details können wir leider nicht verraten, da sich der Aufbau der Box simpel gestaltet. Gewiss ist, dass das Wasser durch die ,Informationen‘ der Box schneller entzogen werden kann“, erklärt Klampfer. „So wie Musik die Menschen in Bewegung versetzt, wirkt die Box auf das Holz“, ergänzt Fillafer. Natürlich gibt es auch Anwendungsbedingungen, die eingehalten werden müssen. „Prinzipiell wirkt die Informationsbox am besten, wenn regelmäßig gleiche Sortimente und Holzarten getrocknet werden“, informiert Fillafer. Der Kunde wählt gewisse Parameter, die sein Trocknungsprogramm erfüllen soll. Danach richtet sich die Ausrichtung der Box.

Beratung vor Ort ist möglich

Da Mafi primär als erster Referenzkunde dienen möchte, wird das Unternehmen Frixx jetzt kontinuierlich eigenständig aufgebaut. „Natürlich bieten wir ab sofort kompetente Beratung an und haben mittlerweile einen Frixx-Vertrieb in Schneegattern gegründet“, erzählt Klampfer. Wenn sich ein Holz verarbeitender Betrieb einmal entschieden hat, dauert die Anpassung der Box nicht lange. „Die Erstellung folgt innerhalb von ein bis zwei Werktagen“, heißt es.

Interessenten können sich als Tester melden

„Prinzipiell ist die Infobox für jedermann interessant, der Holz trocknet“, führt Fillafer aus. Nachdem man bis dato einige ungläubige Blicke geerntet hat, können sich im Zuge des Artikels neugierige Interessenten gerne über die Homepage als Tester dieser Box melden. Frixx verspricht eine zweimonatige kostenlose Nutzung, danach kann man gegen eine Miete von 300 € pro Monat netto mit der Nutzung fortfahren. „Dieser Betrag ist um ein Vielfaches geringer als jene thermischen Kosten, die durch die Nutzung wieder hereingeholt werden“, erklärt Klampfer abschließend.