1980 schloss Giudiceandrea sein Elektrotechnikstudium an der Universität Padova ab. Im selben Jahr erfolgte gemeinsam mit Paul Durst und Hansjörg Thaler die Gründung von Microtec und damit der Start einer eindrucksvollen Unternehmensgeschichte.
Die Basis des Erfolgs von Microtec lag dabei auf der Idee, Bildverarbeitung industriell einzusetzen. Ab 1995 setzte man zur Unterstützung der Bildverarbeitung zudem auf Röntgentechnologie, was eine präzise Asterkennung ermöglichte. 2011 folgte mit dem CT Log der erste Computertomograf für Rundholz, für dessen Entwicklung Giudiceandrea 2016 mit dem renommierten Marcus Wallenberg Preis ausgezeichnet wurde.
Über die Jahrzehnte brachte Giudiceandrea immer effizientere Methoden hervor, mit denen es möglich wurde, das Maximum an Menge und Wert aus dem wertvollen Rohstoff herauszuholen. Besonders hervorzuheben ist dabei der von Microtec gewählte Multisenor-Ansatz. Mit seinem Forschergeist und unzähligen innovativen Entwicklungen trug der Jubilar maßgeblich an dem heutigen Modernisierungs- und Automatisierungsgrad der Holzindustrie bei.
2013 erhielt Giudiceandrea, der nach wie vor Präsident von Microtec ist, für seine Verdienste um die Scannertechnologie den Schweighofer Prize.
Bereits seit seiner Zeit als Student ist der Unternehmer großer Bewunderer des Künstlers M.C. Escher. Giudiceandrea ist im Besitz von gut 200 Werken und verfügt damit über die größte Sammlung in Europa und kuratierte national wie international bereits zahlreiche Ausstellungen. Ende 2023 kaufte er zusammen mit dem US-Kunstsammler Salvatore Iaquinta die Rechte am künstlerischen Nachlass Eschers.