Canfor

Canfors schlimmes Vorjahr im Q4 gemildert

Ein Artikel von Gerd Ebner (für holzkurier.com bearbeitet) | 07.03.2025 - 08:25

Das in Vancouver ansässige Unternehmen profitierte im Schlussquartal von einem angebotsbedingten Aufschwung auf den nordamerikanischen Schnittholzmärkten und von positiven Preisentwicklungen. Besonders die Geschäftsbereiche in Westkanada und im US-Süden verbesserten sich, während die europäischen Ergebnisse stabil blieben. Zudem wurde das Sägewerk in Axis, Alabama, in Betrieb genommen und die Modernisierung des Urbana-Werks in Arkansas abgeschlossen.

Für die erste Jahreshälfte 2025 erwartet Canfor weiterhin Volatilität auf dem globalen Nadelschnittholz-Markt. In Nordamerika könnten wirtschaftliche und politische Unsicherheiten sowie begrenzte Erschwinglichkeit die Nachfrage nach Neubauten sowie Renovierungs- und Reparaturarbeiten dämpfen. Gleichzeitig wird auf der Angebotsseite mit Werkschließungen, insbesondere in Westkanada, und marktbedingten Drosselungen gerechnet, was die Preise leicht steigen lassen könnte.

Zollerhöhungen setzen Canfor unter Druck

Im März wurden vorläufige Antidumping-Ergebnisse für den Prüfzeitraum POR6 veröffentlicht. Nach der finalen Festlegung (erwartet im 3. Quartal 2025) steigt der Gesamteinzahlungszins des Unternehmens voraussichtlich von derzeit 16,58 % auf 40,75 %. Zusätzlich wird das US-Handelsministerium (DOC) bis Mai vorläufige Ergebnisse zu den Ausgleichszöllen für POR6 veröffentlichen, was die Abgaben weiter beeinflussen könnte.