Stora Enso

Umweltgenehmigung für finnisches Großsägewerk

Ein Artikel von Gerd Ebner und Michael Fehrle (für holzkurier.com bearbeitet) | 11.05.2026 - 07:51

Update 11. Mai 2026

Die Umweltgenehmigung für das von Stora Enso in Imatra in Südost-Finnland geplante Großsägewerk gilt für eine jährliche Schnittholzproduktion von 800.000 m³ sowie für 30.000 m³/J imprägniertes Schnittholz. Zu den Auflagen der Behörde gehören vor allem Maßnahmen zum Lärm bei der Holzimprägnierung sowie zum Grundwasserschutz. In dem Genehmigungsantrag hatte Stora Enso noch einen Baubeginn 2026 und eine Inbetriebnahme 2028 mit einem 24-Stunden-Betrieb genannt. Zwischenzeitlich hat Stora Enso die Planungen jedoch revidiert. Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns auf Verpackungen wurde das Projekt zurückgestellt.

22. April 2026

Stora Enso hat laut Beantwortung einer Holzkurier-Anfrage die Machbarkeitsstudie für ein potenzielles neues Sägewerk bei den Imatra Mills in Finnland abgeschlossen. Wörtlich teilt das Unternehmen mit, dass aufgrund „der derzeitigen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten“ beschlossen wurde, die Investition zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiterzuverfolgen.

Den Betrieb in der Region Imatra und Honkalahti wird Stora Enso jedoch weiterhin in vollem Umfang aufrechterhalten. Die Umweltgenehmigung für den möglichen Neubau bleibt bestehen, falls das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden sollte.

Bezüglich eines möglichen Verkaufs der Business Unit Süd (mit den mitteleuropäischen Standorten) heißt es: bitte warten. Die Überprüfung aller Möglichkeiten sei noch im Gange und soll im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden. Im Rahmen dieser strategischen Überprüfung werden verschiedene Optionen analysiert, darunter auch eine mögliche Veräußerung (s. Was passiert mit Stora Enso in Zentraleuropa?).

6. Mai 2025

Der Holzindustriekonzern Stora Enso will den bestehenden Standort Imatra/FI um ein Sägewerk erweitern. Die entsprechenden Prüfungen zur Umsetzung sollen noch mindestens bis Jahresende andauern.

Bei den zuständigen Behörden hat der Konzern Ende April die ersten Anträge für die Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Entsprechende Berichte finnischer Fachzeitungen hat Stora Enso gegenüber dem Fernsehsender Yle bestätigt.

In Imatra betreibt Stora Enso bereits ein Zellstoffwerk mit einer Jahreskapazität von 1,3 Mio. t. Ein großer Teil des Zellstoffes wird am Standort zu Karton (1,23 Mio. t/Jahr) weiterverarbeitet. Beide Werke sind der Division Packaging Materials zugeordnet.

In Finnland betreibt die Stora Enso-Division Wood Products nahe Imatra in Joutseno das Sägewerk Honkalahti (310.000 m³/J Schnittholz, 70.000 m³/J Holzprodukte). Am ebenfalls südostfinnischen Standort Varkaus produziert Stora Enso neben Zellstoff und Wellpappe auch Laminated Veneer Lumber (LVL, 85.000 m³/J), Schnittholz (260.000 m³/J), Hobelware (120.000 m³/J) sowie Pellets (30.000 t/J). Zu dem integrierten ostfinnischen Standort in Uimaharju gehört neben dem Zellstoffwerk auch ein Sägewerk (240.000 m³/J). In Nordfinnland verfügt Stora Enso nach der kürzlich abgeschlossenen Übernahme von Junnikkala über vier Sägewerke: Veitsiluoto in Kemi (200.000 m³), Oulu (350.000 m³/J), Kalajoki (200.000 m³/J) und Oulainen (150.000 m³).