Das Bundesamt für Statistik meldet für 2024 einen leichten Anstieg von 0,4% beim gesamten Einschnitt in den Schweizer Sägewerken im Vergleich zum Vorjahr. Dabei erhöhte sich der Nadelholzeinschnitt um rund 1%. Der Laubholzeinschnitt reduzierte sich indes um fast 8%. Damit überschritten die Schweizer Sägewerke, wie bereits seit 2021, auch im vergangenen Jahr erneut die Marke von 2 Mio. fm – und das trotz erschwerter Rahmenbedingungen wie dem anhaltend tiefen Eurokurs und zunehmendem Importdruck. 2023 lag der Einschnitt allerdings um knapp 4% unter 2022 (s. Beitrag Schweizer Sägewerke drosselten Einschnitt).
Aus dem gesägten Rundholz wurden rund 1,2 Mio. m³ Schnittholz produziert. 96% davon entfielen auf Nadelholz. Der Laubholzeinschnitt betrug noch rund 4%. Die Schweizer Sägewerke bezogen rund 97% ihres Rohstoffs aus dem Schweizer Wald.
Die leichte Zunahme der Einschnittmenge deutet auf eine gewisse Stabilisierung innerhalb der Branche hin, schreibt der Verband Holzindustrie Schweiz. Diese Entwicklung ließe sich auf die anhaltend hohe Umbau- und Renovierungstätigkeit zurückführen, die im Holzbau für eine solide Grundnachfrage sorgte. Eine aktuelle Umfrage bei den Sägewerken im Verband Holzindustrie Schweiz zeigt, dass die Auslastung mehrheitlich als gut eingeschätzt wird und auch die Prognosen für die kommenden drei Monate positiv ausfallen.
Dennoch bleibe die Marktsituation anspruchsvoll: Hohe Rohstoffkosten, steigender Preisdruck durch Importware sowie geopolitische Unsicherheiten stellen das Marktumfeld weiterhin vor Herausforderungen.