Holzindustrie Templin

Schließung des Laubholzsägewerks in Nentershausen/Hessen

Ein Artikel von Michael Fehrle | 29.09.2025 - 07:44

Geschäftsführer Jörg Maschmann und Stefan Zentgraf nennen als Gründe die schwache Nachfrage nach Laubschnittholz in China, die Unsicherheit infolge der Zölle in den USA sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Europa.

Trotz der Änderungen in Hessen durch die Aufhebung des Einschlagsmoratoriums, das Aussetzen der FSC-Zertifizierung im Landeswald und die von der Landesregierung eingeleitete Überarbeitung der Naturschutzleitlinien verweist die Geschäftsführung zusätzlich auf eine unsichere Rundholzversorgung.

Von der Schließung sind 24 Beschäftigte betroffen, darunter 20 Vollzeitkräfte. Das mit Bandsägen- und Gatterlinie ausgestattete Werk verfügt über Anlagen zur Weiterverarbeitung des Schnittholzes mit Vielblattsägen, Hobel- und Optimierungskappanlagen. Der Schwerpunkt liegt auf Buche und in geringerem Umfang Eiche. Die Kapazität liegt bei rund 25.000 fm/J.

Die Holzindustrie Templin hatte im Dezember 2009 die Assets der insolventen HN – Hardwood Nentershausen im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernommen. Den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens hatte HN – Hardwood im September 2009 beim Amtsgericht Bad Hersfeld gestellt.