Anlässlich seiner Wahl erklärt Schrimpl: „Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen für ihr Vertrauen und die Wahl zum neuen Laubholzsprecher. Der zunehmende Laubholzanteil in unseren Wäldern bewirkt, dass die Verwendung von Laubholz viel Potenzial hat, das wir durch weitere Arbeit in Forschung und Entwicklung sowie Normung und Kommunikation noch besser nutzen wollen.“ Schrimpl folgt auf Karl Polz, der die Funktion mehr als 20 Jahre innehatte, und dankte ihm für dessen Einsatz für die „Wertholzbranche“.
Anlässlich des Laubholztages bei Frischeis in Stockerau befassten sich die Teilnehmer mit einer breiten Palette an Themen. Sehr kritisch wurde die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) diskutiert. Angesichts der momentanen politischen Debatte sei es nicht möglich, sich angemessen vorzubereiten und zu planen. Die Teilnehmer verlangten einstimmig eine Verschiebung der EUDR. Zudem seien stark reduzierte Anforderungen notwendig. Der Rückzug auf eine gleichermaßen in allen EU-Staaten strikt kontrollierte und überarbeitete EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) sollte weiterhin als Zielvorgabe verfolgt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt beim Laubholztag in Stockerau waren Forschung und Entwicklung sowie Aus- und Weiterbildung, auch im Rahmen des vom Waldfonds Österreichs unterstützten eLAB-Programms. Für den verstärkten Einsatz von Laubholz im Holzbau werden Forschungsprojekte mit der Holzforschung und den BSH-Produzenten unterstützt. Weiterhin sollen verstärkt mit den Landwirtschaftskammern und dem Holztechnikum Kuchl Rundholzsortierkurse stattfinden.
Des Weiteren will die Laubholzsägeindustrie das Thema „Leben mit Holz“ stärker betonen. Dazu erklärte der neue Laubholzsprecher: „Bauen mit Holz ist als Erfolgsgeschichte anzuerkennen. Nun wollen wir auch ,Leben mit Holz‘ noch stärker in den Mittelpunkt stellen. Und Produkte aus Laubholz sind dazu besonders geeignet, denn sie umgeben uns häufig im Alltag – ob im Fußboden, der Terrasse, auf der Fassade, in der Küche oder im Spielzeug unserer Kinder.“
Schrimpl ist seit 2006 für J. u. A. Frischeis in Führungsfunktionen tätig. 2007 übernahm er die Leitung der Schnittholzproduktion, die er bis heute führt. Seit 2010 verantwortet er die Sparte Schnittholz bei J.u.A. Frischeis international. Seine berufliche Laufbahn begann er 1999 im elterlichen Sägewerk. Im gleichen Jahr schloss er die HTL Mödling als Holztechniker ab.