UmfrageQ2_Geschäftslage.jpg

Konjunkturumfrage Säger: Stimmung trübt sich weiter ein

Konjunkturumfrage mitteleuropäische Sägewerke

Stimmungsbarometer erneut gesunken

Ein Artikel von Martina Nöstler | 08.04.2026 - 08:18

Erwartung bei Geschäftslage gesunken

UmfrageQ2_v2.jpg

Konjunkturumfrage zeigt: 23% wollen heuer den Einschnitt verringern © holzkurier.com

Nur 11 % gaben bei der Konjunkturumfrage der deutschen und österreichischen Sägeindustrie an, dass sich ihre Geschäftslage in den vergangenen drei Monaten „gut“ dargestellt hat. 44 % beurteilten diese Entwicklung als „schlecht“, 45 % als „zufriedenstellend“. Für die nächsten drei Monate zeigt sich ein ähnliches Bild: 41 % der Umfrageteilnehmer gehen von einer schlechten Entwicklung aus. 50 % erwarten eine „zufriedenstellende“ und nur 9 % eine „gute“ Entwicklung.

Per Saldo (Anteil der Betriebe mit guten, abzüglich schlechten Beurteilungen) sind die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der Geschäftslage vom 4. Quartal 2025 (–26 %) auf das 1. Quartal (–32 %) um weitere sechs Prozentpunkte gesunken.

38 % der Befragten meldeten, dass der Umsatz im vergangenen Quartal „niedrig“ war, nur 4 % antworteten mit „hoch“. Für die nächsten drei Monate hofft man auf etwas Besserung: 21 % erwarten steigende und 51 % gleich bleibende Umsätze.

Aus der Sägersicht verbessert haben sich die Einschätzungen beim Rundholz: Bei der Umfrage im 4. Quartal gingen noch 49 % von steigenden Rohstoffkosten aus. Im 1. Quartal waren es 19 %. Allerdings glauben 15 % (3 %), dass die Schnittholzpreis sinken werden. 5 % der Umfrageteilnehmer wollen den Rundholzeinschnitt in diesem Jahr steigern, während 23 % diesen verringern wollen.

Breit gefächerte Herausforderungen

Neben den seit Langem genannten Herausforderungen für die Sägeindustrie, wie Fachkräftemangel, hohe Rundholz- und im Vergleich dazu zu niedrige Schnittholzpreise, machen nun speziell die Energie- beziehungsweise Treibstoffpreise den Betrieben zu schaffen. Vor allem die exportorientierten Unternehmen leiden unter der Iran-Krise und den damit eingehenden gestiegenen Transportkosten.