Der Einschnitt in Bovigny beträgt laut Johannes Kroiß, Mitglied der Direction de Comité und bei Pauls für sämtliche technischen Belange verantwortlich, 350.000 bis 400.000 fm/J. Im Zweischichtbetrieb verarbeitet Pauls Fichte, Douglasie und Lärche mit Längen bis 7,2 m.
Die Zusammenarbeit zwischen Pauls und Springer – hier repräsentiert durch Gert Fischinger (Springer), Johannes Kroiß (Pauls), Egon Eisner (Springer) und Matthieu Lenz (Sägewerksleiter Pauls) (von re.) – reicht bereits fast 40 Jahre zurück © Springer
Die Entscheidung, in ein neues Hobelwerk zu investieren, fiel bereits vor einigen Jahren. Pauls stellte das Projekt jedoch zugunsten einer umfassenden Erneuerung des Hauptsortierwerks zurück. „Damit können wir auch nach der Stilllegung des Nachsortierwerks die benötigten Kapazitäten bereitstellen“, erläutert Kroiß die Priorisierung. „Wir verfügen über einen sehr großen Markt für 6-m-Ware. Diesen können wir als Vollsortimenter künftig auch mit eigener Hobelware beliefern.“
Neuentwicklung angestoßen
Mit hoher Prozessstabilität wird der E-Loader bei Pauls künftig bis zu 180 Bretter pro Minute vor dem Hobel eintakten © Springer
Das Hobelwerk befindet sich in der Montagephase und ist auf einen Jahresausstoß von 180.000 m³ Hobelware sowie eine Nachsortierleistung von 100.000 m³/J ausgelegt. Der Stratoplan-Hobel erreicht eine Vorschubgeschwindigkeit von 500 m/min und ist zusätzlich mit einem Sägeaggregat ausgestattet. Die Mechanisierung der bis zu 6,1 m langen Bretter vor dem Hobel übernimmt ein E-Loader von Springer. „Mir gefällt, dass die Bretter direkt in die Kettenteilung eingelegt werden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal von Springer und sorgt für eine hohe Prozessstabilität“, erklärt Kroiß. Bei Pauls arbeitet der E-Loader mit bis zu 180 Takten pro Minute.
Im Anschluss an eine zwölfetagige Lagensortierung folgt der Bündelautomat Toro. „Zum Zeitpunkt der Konzeption des Hobelwerks hatte Springer noch keine adäquate Bündellösung im Programm. Unsere Anfrage gab den Anstoß zur Entwicklung des Toro“, berichtet Kroiß. Rund ein Jahr Entwicklungsarbeit floss in das Projekt. „Im Toro steckt viel Innovation, die unseren Kunden Vorteile bei Leistung, Flexibilität und Effizienz bringt“, betont Springer-Key-Account-Manager Gert Fischinger. Ein konstruktives Detail ist etwa die umgekehrte Anordnung der Bündelmaschinen. Das reduziert Verschmutzungen und damit verbundene Störungen.
Springer gibt die Leistung der voll integrierten Bündelmaschine mit bis zu 14 Takten pro Minute an. Der Toro verarbeitet Bretter mit Stärken von 15 bis 120 mm, Breiten bis 300 mm und Längen von 2,4 bis 6,1 m. Die Paketierung ist für 20 Lagen pro Minute ausgeführt. Optional lässt sich die Maschine auch als reiner Querförderer einsetzen.