Konkret sind laut Lokalmedien drei bedeutende ukrainische Unternehmen von der Transportblockade betroffen. Nach eigenen Webpage-Informationen sind die drei Holzwerkstoff-Produzenten vor allem auf die Erzeugung von Birkensperrholz spezialisiert. Seit 15. März werden ihre Lieferungen mit der Zieldestination EU nun an der polnisch-ukrainischen Grenze gestoppt.
Nach Angaben der polnischen Zollbehörden erfolgt dies aufgrund fehlender Papiere und der Nichteinhaltung geltender Regularien. Diese Vorwürfe werden von ukrainischer Seite scharf zurückgewiesen. Die ukrainischen Produzenten verfügen über alle notwendigen Dokumente, einschließlich Herkunftsbescheinigungen und EUTR-Richtlinien, heißt es. „Zusätzlich gefährdet die Blockade nicht nur den Holzexport, sondern auch die Jobs Tausender Ukrainer“, warnt Pavlo Vasyliev, Leiter des Verbands der holzverarbeitenden Industrie in der Ukraine, in ukrainischen Lokalmedien.
Vasyliev betont weiter, dass ein ähnliches Vorgehen Polens bereits 2023 und 2024 zu massiven Jobverlusten geführt habe. Rund ein Drittel der EU-Kunden ging für ukrainische Produzenten damals verloren.
Dafür sei neben Verhandlungen mit der polnischen Regierung auch der Zugang zu elektronischen Lieferscheinen (e-CN) für die ukrainischen Produzenten erforderlich. Für eine erfolgreiche EUDR-Implementierung sei zudem die GPS-Rückverfolgung bei der Holzernte notwendig.
Organisationen, wie der WWF, berichten indes laufend von illegalen Holzeinschlägen auf ukrainischem Boden.