Die hohen Erdölpreise bieten der Forstwirtschaft die Chance, über den Energieholzverkauf zusätzliche Gewinne zu lukrieren“, meinte Dir. DI Anton Aldrian während des steirischen Forstverein-Seminars am 8. März in der Höheren Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft (HBLF), Bruck/Mur. Abrechnung in Atro-Tonnen. Auch die ÖBf haben sich mit der Versorgung des geplanten Biomasse-Kraftwerks Wien-Simmering ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Für die Brennstoff-Wärmeleistung von 65,7 MW benötigt man 650.000 srm/J WaldHackgut. „Um den hohen Einspeisetarif zu bekommen, soll ausschließlich Waldhackgut verwendet werden“, so der Leiter der ÖBf-Holzlogistik DI Roman Fink. Dafür eignen sich Holzarten in transportfähigen Dimensionen und Qualitäten. Es gibt einen gleichbleibenden Mengenbedarf ab 2006 bis 2019. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit wurde mit niederösterreichischen und burgenländischen Groß-Forstbetrieben und dem Waldverband Niederösterreich ein 13-jähriger Liefervertrag abgeschlossen (siehe Holzkurier Heft 10, S. 6). Auch die Preise sind bereits fixiert, um teure Wartezeiten zu vermeiden.
Übernahme und Abrechnung sind wassergehalts-abhängig und erfolgen ausschließlich in Atro-Tonnen (AMM). Der Basispreis bezieht sich auf die Wassergehaltsstufe W35. Bei höherer Holzfeuchtigkeit wird weniger, bei geringerer mehr bezahlt. „So ergeben sich W35-Preise für Rundholz von 50 bis 55 €/fm AMM frei Werk und für Waldhackgut von 70 bis 75 €/fm AMM angeliefert“, erläutert Fink. Großraum-Transporter günstiger. Am Alberner Hafen in Wien befindet sich der zentrale ÖBf-Hackplatz, wo im möglichen Zwei-Schichtbetrieb über 600.000 srm und im Drei-Schichtbetrieb 1 Mio. srm Hackgut/J produziert werden können. Rund 80% der Biomasse will man hier zerkleinern. Mindestens 60% sind für einen wirtschaftlichen Hackbetrieb notwendig. Der Aufgabetisch ist für 70 t ausgelegt, sodass der Lkw das Rundholz direkt abladen kann.
Schwer transportierbares Holz wie Eichenkronen oder Hasel- und Hollundersträucher sollen vor Ort zerkleinert werden. Hackgut-Transporte wurden bei der Stiftung Fürst Liechtenstein, Wilfersdorf, durchgeführt. Es ergaben sich Vorteile der Großraumtransporter (85 srm) gegenüber den Container-Lkw (70 srm). Einen Rekordumschlag schafften 11 Lkw-Züge an einem Tag. Derartige Fahrzeuge sind aber nur in ebenem Gelände einsetzbar.
Contracting für 39.000 m³ Hackgut. „Holzenergie ist am Wärme- und Strommarkt ein ernstzunehmender Konkurrent geworden“, freut sich GF Ing. Herbert Lammer, Regionalenergie Steiermark. Viele Landwirte haben sich zu Energiewirten weiterentwickelt. Mittels Holzenergie-Contracting versucht man in der Steiermark, die Bioenergie zu forcieren. So konnten 141 Objekt-Wärmeversorgungen und Mikronetze mit 13.500 kW Abnahmeleistung verwirklicht werden. Die Bandbreite der Bioheizanlagen reicht von 40 bis 300 kW. Dabei tritt der Landwirt als Wärmeverkäufer auf. Bäuerliche Gruppen (zu mindestens 51%) investieren in eine Hackgutanlage, vielleicht in das Nahwärmenetz, die Regelung und Verteilung.
Insgesamt flossen 9,2 Mio. €in die realisierten Holzenergie-Contractingprojekte. Dafür stellt man jährlich 39.000 srm Hackgut aus dem Bauernwald zur Verfügung, was einem Ersatz von 2,93 Mio. l Heizöl entspricht, erklärt Lammer. Es werden damit 56 Objektwärmeanlagen und 85 Mikronetze versorgt. Langfristige Wärme-Lieferverträge. Die Wärme-Lieferverträge sind zumeist indexgebunden mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Bei den Contracting-Projekten betragen die Investitionsförderungen 30 bis 40% der Kosten. Voraussetzung ist aber der überwiegende Energieverkauf an Dritte. Erfolgreiche Contracting-Projekte wurden etwa in Holzhausen, Hitzendorf bei Graz, St. Margarethen/Raab und Ratschendorf realisiert. Während es in der Südsteiermark viele BioenergieLösungen gibt, hinkt hier die Obersteiermark noch nach. „Insbesondere die Bezirke Leoben und Mürzzuschlag sind aufgrund des stark vertretenen Ferngasnetzes Problemstandorte“, so Lammer. Vergasungs-Technologien noch nicht marktreif. Je nach Leistungsklassen eignen sich unterschiedliche KWK-Techniken für Biomasse-Anlagen. Bis 100 kWel Leistung empfiehlt sich ein Stirlingmotor. Bei Anlagen von 200 bis 2000 kWel setzt man auf ORC-Prozess, Dampfmotoren und -turbinenprozesse. Derzeit sind Dampfturbinenprozesse für Großprojekte über 2000 kWel am sinnvollsten. Vergasungtechnologien dürften erst 2008 bis 2010 für den Markt interessant werden, glaubt Lammer.Hackgut-Kostenanalyse. Eine Kostenanalyse in der Energieholzproduktion führte der HBLF-Absolvent Michael Weninger durch. Er ermittelte die Kosten für die Erzeugung von 1 srm Hackgut (G30) anhand von fünf Mustersystemen. Motormanuelle Fällung oder Vollernter, große oder kleine Hacker, Lkw- oder Traktor-Transport wurden unterschiedlich kombiniert. Während sich die billigste Variante auf 16,72 €/srm (mit Harvester) belief, kostete die teuerste rund 30 €/srm. Auch die Deckungsbeträge variierten stark von +3,3 €/srm bis –9,5 €/srm. Durch den Einsatz von landwirtschaftlichen Familienarbeitkräften können sich noch positive Deckungsbeiträge ergeben.
Insgesamt flossen 9,2 Mio. €in die realisierten Holzenergie-Contractingprojekte. Dafür stellt man jährlich 39.000 srm Hackgut aus dem Bauernwald zur Verfügung, was einem Ersatz von 2,93 Mio. l Heizöl entspricht, erklärt Lammer. Es werden damit 56 Objektwärmeanlagen und 85 Mikronetze versorgt. Langfristige Wärme-Lieferverträge. Die Wärme-Lieferverträge sind zumeist indexgebunden mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Bei den Contracting-Projekten betragen die Investitionsförderungen 30 bis 40% der Kosten. Voraussetzung ist aber der überwiegende Energieverkauf an Dritte. Erfolgreiche Contracting-Projekte wurden etwa in Holzhausen, Hitzendorf bei Graz, St. Margarethen/Raab und Ratschendorf realisiert. Während es in der Südsteiermark viele BioenergieLösungen gibt, hinkt hier die Obersteiermark noch nach. „Insbesondere die Bezirke Leoben und Mürzzuschlag sind aufgrund des stark vertretenen Ferngasnetzes Problemstandorte“, so Lammer. Vergasungs-Technologien noch nicht marktreif. Je nach Leistungsklassen eignen sich unterschiedliche KWK-Techniken für Biomasse-Anlagen. Bis 100 kWel Leistung empfiehlt sich ein Stirlingmotor. Bei Anlagen von 200 bis 2000 kWel setzt man auf ORC-Prozess, Dampfmotoren und -turbinenprozesse. Derzeit sind Dampfturbinenprozesse für Großprojekte über 2000 kWel am sinnvollsten. Vergasungtechnologien dürften erst 2008 bis 2010 für den Markt interessant werden, glaubt Lammer.Hackgut-Kostenanalyse. Eine Kostenanalyse in der Energieholzproduktion führte der HBLF-Absolvent Michael Weninger durch. Er ermittelte die Kosten für die Erzeugung von 1 srm Hackgut (G30) anhand von fünf Mustersystemen. Motormanuelle Fällung oder Vollernter, große oder kleine Hacker, Lkw- oder Traktor-Transport wurden unterschiedlich kombiniert. Während sich die billigste Variante auf 16,72 €/srm (mit Harvester) belief, kostete die teuerste rund 30 €/srm. Auch die Deckungsbeträge variierten stark von +3,3 €/srm bis –9,5 €/srm. Durch den Einsatz von landwirtschaftlichen Familienarbeitkräften können sich noch positive Deckungsbeiträge ergeben.