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Pellets Archivbild © Martina Nöstler
UNECE   

USA exportierten 2017 so viele Pellets wie nochnie

Ein Artikel von Vera Bauer (für holzkurier.com bearbeitet) | 27.11.2018 - 12:36

Die Pelletsimporte aus den USA und aus Russland nahmen 2017 in Europa, ebenso wie der Binnenhandel, weiter zu. Die EU-Einfuhren aus Ländern außerhalb der Subregion beliefen sich auf 8,7 Mio. t, der Binnenhandel betrug 7,3 Mio. t.

Die Preise für Holzpellets stiegen 2017 und Anfang 2018 deutlich, was teilweise auf die erhöhte Nachfrage in Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden zurückzuführen war. Die Genehmigung von Projekten im Rahmen des niederländischen Programms zur Förderung der nachhaltigen Energieerzeugung, „Stimulation of Sustainable Energy Production“ (SDE+), und die anhaltende Nachfrage in Großbritannien dürften das zukünftige Wachstum des europäischen Bedarfs an industriellen Holzpellets für die Stromerzeugung antreiben.

Die Brennholzproduktion auf dem Westbalkan stieg 2017 um 17% (25 Mio. m3) und erreichte mit 1,5 Mrd. € einen neuen Rekordwert. Die Brennholzpreise sind in dieser Teilregion von 20 € (2015) auf 60 € (Anfang 2018) gestiegen. Die Holzpelletsproduktion in der Russischen Föderation wuchs 2017 um 20% auf 1,3 Mio. t. Am meisten wurde in der nordwestlichen und sibirischen Region produziert. Der Holzpelletsexport aus der Russischen Föderation stieg 2017 um 34%. 

Der Energieverbrauch in Kanada blieb 2017 konstant. Die Holzpelletsproduktion ging aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation im Holzenergiebereich leicht zurück. Die kanadische CO2-Preisstrategie wird die Entwicklung auf diesem Sektor vorantreiben.

Die US-Exporte von Holzpellets erreichten 2017 mit 5,2 Mio. t einen neuen Höchststand, vor allem nach Großbritannien. Außerhalb der UNECE-Region stellt das erwartete Wachstum der Nachfrage nach Holzpellets in Japan und der Republik Korea eine große Chance dar, die Produktion auszubauen.