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Forschungsprojekt: Zwei neue Holzcontainer am Gelände der Universität in Innsbruck werden derzeit wissenschaftlich untersucht © proHolz Tirol

Holzcontainer im Gesundheitstest

Ein Artikel von Mag. Birgit Koller (für Timber-Online bearbeitet) | 22.04.2013 - 15:11
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Forschungsprojekt: Zwei neue Holzcontainer am Gelände der Universität in Innsbruck werden derzeit wissenschaftlich untersucht © proHolz Tirol

Das Hauptgebäude der Fakultät für Technische Wissenschaften am Campus Technik der Universität Innsbruck wird derzeit saniert. Für Univ.-Prof. DDI Michael Flach, Leiter des Arbeitsbereichs für Holzbau, ideale Voraussetzung für einen wissenschaftlichen Feldversuch: Auf dem Gelände wurden zusätzlich zwei Doppelcontainer in Holzbauweise errichtet. „Zeitgleich mit der Umsiedelung der Fakultät in das Containerdorf untersuchen wir im Forschungsprojekt BIGCONAIR die Raumluftqualität in Containerbauten“, erklärt Flach.

Die Raumluftmessungen werden über zwei Jahre regelmäßig erfolgen und die Luftqualität in herkömmlichen Stahlcontainern wird mit jener in den neuen Holzcontainern verglichen. Das Forschungsprojekt findet in Zusammenarbeit mit der Holzforschung Austria, Wien, unterstützenden Betrieben und dem Arbeitsbereich „Energieeffizientes Bauen“ des Instituts für Konstruktion und Materialwissenschaften statt. Das Team von Univ.-Prof. Wolfgang Streicher sichert die bauphysikalische Qualität der neuen Holzcontainer und führt die Messungen durch.
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Teamwork: DI Rüdiger Lex, LH-Stv. ÖR Anton Steixner, Univ.-Prof Dr. Anke Bockreis, Univ-.Prof. DI Dr. Wolfgang Streicher, Univ-.Prof. DDI Michael Flach (v. li) © Ulla Fürlinger

DI Rüdiger Lex, Geschäftsführer von proHolz Tirol (der Verein unterstützt den Holzbaulehrstuhl seit 2002), verweist in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Untersuchungen, die Innenräumen aus Holz, speziell solchen aus Zirbe, überaus günstige Auswirkungen auf den menschlichen Organismus attestieren. „Unser Ziel ist, fundierte Aussagen über die Zusammenhänge zwischen Materialwahl und Bauweise einerseits und den Raumluftparametern andererseits abzuleiten“, führt Flach aus. Außerdem soll die Frage geklärt werden, welche Maßnahmen notwendig sind, um das Wohlbefinden und somit die Leistung in Arbeitsräumen zu erhöhen – und das in Bezug auf Modulbauweisen mit nachwachsenden Rohstoffen.