Der Fixpod ist ein Verbindungselement aus Kunststoff, das speziell für die Holzelementefertigung und den -modulbau entwickelt wurde. Dabei bedarf es nur der ohnehin benötigten Bohrung mit 25, 30 oder 45 mm Durchmesser, in die der selbstarretierende Fixpod M20, M25 oder M40 mit dem Trichter nach oben flächenbündig per Daumen eingedrückt wird. Im nächsten Schritt wird das Installationsrohr von der Rückseite zur Anschlagkante eingeführt und damit das Rohr durch den Raster fixiert – oder anders formuliert: Fixpod einsetzen, Rohr reinklicken, fertig.
Fixpod einsetzen, Rohr reinklicken, fertig.
Auf der Baustelle werden die vorbereiteten Elemente dann bündig zusammengesetzt, woraufhin unmittelbar danach mit dem Kabeleinzug in beide Richtungen begonnen werden kann. Als zusätzliche Ergänzung lässt sich der Fixpod nicht nur bei Elementübergängen, sondern auch bei jeglichen Wand- und Deckenauslässen einsetzen.
Aus der Praxis, für die Praxis
Entwickelt wurde der Fixpod von Sascha Müller, der sich Zeit seiner beruflichen Laufbahn mit dem Bau- und Werkstoff Holz auseinandersetzte. Nach einer Schreinerlehre und zahlreichen Weiterbildungen war Müller zehn Jahre lang in einem großen Holzbauunternehmen in den Bereichen Element- und Modulbau im Vertrieb sowie im Projektmanagement tätig, wobei er sich intensiv mit der Effizienz einzelner Abläufe und der Optimierung der gesamten Prozesskette beschäftigte.
Verbesserungspotenzial sah er dabei etwa bei der Elektro-Leerverrohrung, deren Installationsübergänge mühsam und oft auch gefährlich zusammenzusetzen sind. „Da es für dieses Problem keine adäquate Lösung gab, habe ich selber zu tüfteln begonnen und schließlich den Fixpod entwickelt, prüfen lassen und auf den Markt gebracht“, erinnert sich Müller, der heute Schweizer Branchengrößen wie Hector Egger Holzbau, Krattiger Holzbau, S. Müller Holzbau, Renggli, Stamm Bau, Blumer Lehmann, Kost Holzbau und Häring zu seinem Kundenstamm zählt. In Österreich sind Holzbau Saurer, Holzbau Longin und Pod Bau die ersten Unternehmen, die Fixpod bei zahlreichen Projekten erfolgreich einsetzen.
Über 50 % Optimierungspotenzial
Als Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz des Fixpods nennt Müller, der darüber auch als Geschäftsführer der Netzwerkorganisation Lignum Ost in der Schweiztätig ist, einen gewissen Vorfertigungsgrad von Elementen oder Modulen im Werk, wobei dieser durch den Fixpod dann wiederum ein Stück weit erhöht wird. „Wenn man sich den gesamten Prozess anschaut, dann bringt der Fixpod eine Kosten- und Prozessoptimierung von über 50 %“, nennt Müller eine beeindruckende Zahl.
Die Entwicklung von Lösungen mit einem echten Mehrwert für den Holzbau ist auch in Zukunft mein übergeordnetes Ziel.
Wichtig seien dabei eine akribische Planung und exakte Bohrlochsetzung, was dank CAD-Programmen in Kombination mit CNC-Anlagen in der Regel aber kein Problem darstellt. Zudem ermöglicht die spezielle Geometrie des Fixpods einen Toleranzausgleich von bis zu 8 mm.
Den Holzbau voranbringen
Herstellen lässt Müller seinen Fixpod bei einem im Schwarzwald ansässigen Partnerunternehmen. „Es ist mir wichtig, regional zu produzieren und die Möglichkeit zu haben, Neu- und Weiterentwicklungen gut voranzutreiben“, begründete Müller die Entscheidung. 2024 brachte er mit der Kopplungshülse Fixcouple M25 ein ebenfalls vom VDE-Institut geprüftes Ergänzungsprodukt auf den Markt. Im Frühling 2026 folgt die kleinere Version Fixcouple M20.
Zudem finden sich in seinem Webshop ein Ausgleichsgerät für die Elemente- und Modulmontage mit bis zu 40 t Hebekraft sowie diverse Stexon-Steckverbinder zum Versetzen von Wänden. „Wie bei Fixpod handelt es sich auch dabei um hochwertige Produkte, die ich gezielt ausgewählt habe“, erläutert Müller und führt weiter aus: „Ich will keinen Bauchladen, sondern ausschließlich Lösungen anbieten, die einen tatsächlichen Mehrwert für den Holzbau leisten. Das war von Anfang an mein übergeordnetes Ziel und wird es auch in Zukunft bleiben.“