Deutschland

Wohnungsbau 2025 auf Tiefstand seit 2012

Ein Artikel von Birgit Fingerlos (für holzkurier.com bearbeitet) | 22.05.2026 - 08:47

In neu errichteten Wohn- und Nichtwohngebäuden entstanden im Vorjahr 172.600 Wohnungen (–20%), meldet Destatis. Rückgänge gab es in allen Gebäudearten: 41.800 Einfamilienhäuser (−23%), 13.800 Zweifamilienhäuser (−21%), 109.800 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (−19%) sowie 7200 Wohnungen in Wohnheimen (−15%). In neuen Nichtwohngebäuden wurden 3300 Wohnungen fertiggestellt (−32%), weitere 30.700 Wohnungen entstanden durch Umbaumaßnahmen in bestehenden Gebäuden (−2%).

Regional fiel der Rückgang im Osten stärker aus als im Westen: Im Westen wurden 145.700 Neubauwohnungen fertiggestellt (−17%), im Osten 26.900 (−34%). Nach Bauherrengruppen entfielen 89.500 Wohnungen auf Unternehmen (−18%), 72.300 auf Privatpersonen (−24%), 7900 auf die öffentliche Hand (−16%) und 2900 auf Organisationen ohne Erwerbszweck (+2%).

Die durchschnittliche Dauer von der Baugenehmigung bis zur Fertigstellung lag 2025 bei 27 Monaten. 2024 waren es 26 Monate, 2020 waren es 20 Monate. Die durchschnittliche Wohnfläche einer Neubauwohnung betrug 95,2 m² und ist damit weiter rückläufig.

Die Zahl der Baugenehmigungen stieg 2025 um 11% auf 238.100 Wohnungen und lag damit über den Fertigstellungen. Der Bauüberhang (genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen) lag Ende 2025 bei 760.700 und damit auf Vorjahresniveau. Davon befanden sich 307.200 Wohnungen im Bau. 2025 erloschen 35.700 Baugenehmigungen, der höchste Wert seit 2002.