Fensterkanteln fest im Griff

Ein Artikel von Administrator | 19.03.2002 - 13:30
Fensterfertigung auf Bearbeitungszentren hat sich mittlerweile bei vielen Anwendungsfällen bewährt. Eine neue Maschinenbaureihe von Torwegge-Hüllhorst, Löhne/D beginnt, wo diese Anlagen, die mit speziellen Spanneinrichtungen und großer Werkzeugwechslerkapazität auf das Fertigen von Fensterkanteln eingerichtet waren, am Ende sind. Sie ermöglicht mit einer gesplitteten Fertigungsreihenfolge wesentlich größere Produktionsmengen.
Die Kantelbearbeitung ist gekennzeichnet durch viele Werkzeugwechsel und - besonders bei groß dimensionierten Fenstern - beträchtlichen Leerfahrten. Hier sieht Torwegge-Hüllhorst einen Ansatzpunkt: Das Längsprofilieren ist ein nicht CNC-typischer Arbeitsgang. Dieser Schritt sollte besser von einem Doppelendprofiler oder einem Profilierautomaten übernommen werden.
Der 2. Ansatz ist, nicht mehr den schwergewichtigen X-Support zu bewegen, sondern nur noch das Holz. Weiters sollten erst alle Konterprofile gefräst werden, anschließend die Beschlagtaschen und Bohrungen. Erst am Schluss wird die Längsprofilierung am nachgeschalteten Profilierer vorgenommen.
Die neu konzipierte Maschine, die vom 20. bis 23. März auf der Holz-Handwerk in Nürnberg vorgestellt wird, hat ein feststehendes Portal, an dem auf jeder Vorder- und Rückseite je ein Y-Support mit Frässpindel und Werkzeugwechsler fährt. Das Holz wird von bis zu 4 Spannzangeneinheiten transportiert.
Diese verfügen jeweils über einen eigenen CNC-Antrieb und übernehmen auf einer Fahrschiene die X-Bewegung. Die geringe Masse der Zangen lässt hohe Beschleunigungen und Fahrgeschwindigkeiten bis zu 150 m/min zu.
Die Greifposition liegt an den Enden der Kanteln. Die Spannzangen sorgen für hohe Passgenauigkeit und können während der Bearbeitung umpositioniert werden, wenn eine Fräsung im Spannbereich liegen sollte.