Der Power DiscDrive ist unsere Antwort auf die Forderung nach ressourceneffizienter Produktion: Ein höherer Wirkungsgrad in allen Lastsituationen, universelle Einsetzbarkeit und eine lange Lebensdauer zeichnen ihn aus”, erklärte Siempelkamp Maschinen und Anlagenbau-Geschäftsführer Heinz Classen.
Höherer Wirkungsgrad
Die neue Technik des Power DiscDrive ist exklusiv für alle ContiRoll-Linien von Siempelkamp zu haben. Sie wurde aus dem Linearantrieb entwickelt. „Der Linearmotor wird über Magnete angetrieben. Das funktioniert ähnlich wie bei der Magnetschwebebahn Transrapid in Shanghai”, erklärte Ralf Griesche, zuständig für Marketing und Kommunikation bei Siempelkamp. Der Antrieb verfügt über einen wesentlich besseren Wirkungsgrad, auch im Teillastbetrieb, und verringert so die Energiekosten. Niedrige Drehzahlen und weniger bewegliche Teile bedeuten zudem geringeren Verschleiß, die Verfügbarkeit wird deutlich erhöht, war man überzeugt.„Die drei sonst üblichen Getriebeeinheiten werden durch einen Direktantrieb ersetzt”, schilderte Griesche. Das Antriebssystem basiert auf einem Motoren- und einem Getriebetyp sowie einem einheitlichen Konzept für Leistungselektronik und Steuerung.
„Ein Motor für alle Antriebe, das ist ein enormer Vorteil für den Kunden”, war man bei Siempelkamp sicher. Mit dem Power DiscDrive besteht kein Anlass mehr für eine komplexe und damit teure Lagerhaltung. Dies zahlt sich insbesondere für Kunden aus, die mehrere ContiRolls in Betrieb haben: Die Anlagen repräsentieren meist Modelle, die unterschiedliche Austauschteile erforderlich machen. Durch den hohen Standardisierungsgrad des Power DiscDrive wird die Lagerhaltung minimiert. Davon profitieren nicht nur Kunden, die eine neue Anlage ordern, sondern auch jene, die eine bestehende Anlage umrüsten lassen wollen - das Konzept des Power DiscDrive lässt sich reibungslos übertragen. „Auch das Umrüsten älterer Anlagen ist eine profitable Investition”, gab sich Griesche auf der Ligna überzeugt.
In Hannover präsentierte das Unternehmen den Power DiscDrive in Form eines Modells. Ein echter Prototyp wird bis Ende 2009 bei einem Siempelkamp-Stammkunden eingebaut werden.
77 m lange Spanplattenanlage
Kleines Modell der größten von Siempelkamp realisierten Spanplattenanlage © DI (FH) Birgit Fingerlos
Mit dem Messeverlauf zeigte man sich am Siempelkamp-Messestand zufrieden. Die Kunden, die jetzt kommen, wollen auch wirklich investieren, war man überzeugt. „2008 war für uns eines der besten Geschäftsjahre”, schilderte Griesche. Dadurch verfügt das Unternehmen über einen großen Auftragspolster, was in eine Auslastung bis ins Jahr 2010 resultiert.