Für drei der vier Neubauprojekte war das niederländische Holzimport-, Holzverarbeitungs- und -handelsunternehmen Hupkes Wijma, Kampen/NL, mit den Holzlieferungen und teilweise auch dem Engineering beauftragt. Der Auftragswert für das Holz und den Abbund lag bei mehreren Millionen Euro.
Für die 310 m Seebrücke in Scharbeutz hat Hupkes Wijma 120 m³ Bongossi-Dielen abgebunden. Ein Teil der Dielen musste zusätzlich mit einem Antirutschbelag ausgestattet werden. Die Handläufe wurden aus Kiefer des Holzmodifizierungsunternehmens Kebony, Oslo/NO, gefertigt.
Bereits im September 2024 wurde eine weitere Seebrücke eingeweiht. Für die Brücke in der Gemeinde Timmendorfer Strand stellte Hupkes Wijma 160 m³ Bongossi-Dielen her. Besonders aufwendig war in diesem Fall der Abbund für die aus über 5000 Einzelteilen bestehende, überdimensionale Sitzbank aus dem Tropenholz Bilinga.
Seit Oktober 2024 ist zudem die mit 720 m längste Seebrücke an der deutschen Ostseeküste für Besucher freigegeben. Für das Projekt in Prerow auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst lieferte Hupkes Wijma 130 m³ Bongossi-Dielen inklusive Unterkonstruktionen.
Den Auftrag für die Holzlieferungen für die ebenfalls im September 2024 eingeweihte Seebrücke Scharbeutz-Haffkrug hat KS Schlüter, Riede/DE, gewonnen. Neben rund 100 m³ Bongossi für den Belag wurde für dieses Projekt auch Kebony-Kiefer für Decking, Gebäudefassaden und Handläufe eingesetzt.
Anders als bei den einfachen Geometrien der bisherigen Seebrücken sind die Neubauten von komplexen Formen geprägt. Dementsprechend umfassen die Holzlieferungen viele unterschiedliche Zuschnitte, von denen nur wenige Stückzahlen über die gleichen Abmessungen verfügen. Als besonders aufwendig galt dabei der Abbund der Dielen für die Timmendorfer Seebrücke. Die Herstellung der Dielen für die 427 m lange Anlage mit Schiffsanleger und Rundweg wird deshalb auch als „gepflegter Albtraum für die CNC-Bearbeitung“ beschrieben.