Sowohl die ADA Möbelfabrik GmbH mit Sitz in Anger als auch ihre Muttergesellschaft, die ADA Möbelwerke Holding AG, haben heute einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne... Mehr lesen ...
Update, 28. November 2025
Die Gläubiger haben Forderungen in der Höhe von 9,9 Mio. € angemeldet, davon hat der Insolvenzverwalter 7,9 Mio. € anerkannt. Der Sanierungsplanvorschlag wurde von den Gläubigern und Dienstnehmervertretern angenommen, berichtet KSV1870. Der Vorschlag sieht wie folgt aus: 33%, davon 5% zahlbar in Form einer Barquote binnen vier Wochen, 12,5% zahlbar binnen einem Jahr und 15,5% binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes. „Die 33%ige Quote hat eine breite Zustimmung der Gläubiger ermöglicht. Besonders bemerkenswert war die durchwegs positive und loyale Unterstützung der Partnerbetriebe“, sagt Sanierungsverwalter Dr. Peter Shamiyeh.
„Das Verfahren war herausfordernd, zugleich aber eine wertvolle Chance zur Weiterentwicklung. Wir haben unsere Strukturen optimiert, Prozesse neu ausgerichtet und wichtige Erkenntnisse gewonnen“, erklärt Haka-Geschäftsführer Gerhard Hackl.
Derzeit sind 120 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Bei Eröffnung des Sanierungsverfahrens waren 150 Dienstverhältnisse gegeben.
Update, 12. September 2025
Der Küchenhersteller Haka, Traun, eröffnete Mitte August ein Sanierungsverfahren. Im September beantragte Haka die Schließung von Teilbereichen. Dabei handelt es sich laut Masseverwalter um Teilbereiche an den Standorten Mondsee und Traun.
Die beantragte Teilschließung betrifft laut orf.at gut ein Dutzend Unternehmensbereiche. Darunter sind die Werksleitung, Personalverrechnung und Buchhaltung in Mondsee sowie die Verpackung und Einkaufssachbearbeitung in Traun. In diesen Teilbereichen sind 23 Dienstnehmer beschäftigt. Einige Mitarbeiter haben das Unternehmen bereits freiwillig verlassen, erklärt der Masseverwalter für das Haka-Sanierungsverfahren, Rechtsanwalt Peter Shamiyeh, Linz. Laut Shamiyeh sei ein weiterer Stellenabbau derzeit nicht geplant, heißt es auf orf.at.
18. August 2025
Am 18. August wurde über das Vermögen der Haka Küche GmbH, Traun, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Linz eröffnet.
158 Dienstnehmer und 120 Gläubiger sind betroffen, meldet KSV1870. Die Aktiva beträgt 2,16 Mio. €, die Höhe der Passiva liegt bei 11,4 Mio. €. Für die Gläubiger ist eine Quote von 20% binnen zwei Jahren vorgesehen. Die Produktion läuft weiter, Kunden sollen wie gewohnt beliefert werden.
Die erst 2023 übernommene Badmöbelproduktion von Villeroy & Boch in Mondsee erwies sich als nicht rentabel. Mit der Betriebsübernahme verbunden war laut KSV1870 eine Weiterbelieferung der Verkäuferin mit Badmöbeln. Das brachte nur Verluste. Verschärfend kam hinzu, dass sämtliche Dienstnehmeransprüche, insbesondere alte Abfertigungen, übernommen werden mussten. Dies verschlechterte die Ergebnisse massiv. Zudem war insbesondere nach der Corona-Pandemie das Konsumverhalten der Kunden von Zurückhaltung geprägt und die Nachfrage nach Küchen und Möbeln zurückgegangen. Die Badmöbelproduktion wird eingestellt, meldet nachrichten.at. In dessen Zuge soll es auch zu Kündigungen kommen.
Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Peter Shamiyeh, Rechtsanwalt in Linz, bestellt. Geschäftsführer Gerhard Richter betont auf nachrichten.at, das Verfahren sei eine Chance, Haka wieder auf eine stabile Basis zu stellen und die 90-jährige Tradition des Unternehmens fortzuführen.
Österreichweit wurden im Jahr 2025 laut Aufzeichnungen des KSV1870 bis dato Insolvenzverfahren über 24 Möbelhersteller eröffnet.