Österreich

Großer Jobabbau bei Lenzing

Ein Artikel von Günther Jauk (für holzkurier.com bearbeitet) | 30.09.2025 - 08:15

In erster Linie sind Verwaltungstätigkeiten vom Jobabbau betroffen, deren Aufgabengebiete ins Ausland verlagert werden. Lenzing begründet diesen Schritt wie folgt:

Die schwache Markterholung (z. B. durch Zollunsicherheiten), niedrige Preise für Standardfasern in China und steigende Kosten für Personal, Energie und Rohstoffe erfordern zusätzliche Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherzustellen. Um die operative Effizienz weiter zu steigern, werden zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur umgesetzt. Dazu zählt auch ein Personalabbau am Hauptsitz in Lenzing. Dabei werden insbesondere im Verwaltungsbereich etwa 300 Stellen abgebaut, davon 250 bis Ende 2025, mit dem Ziel, vor allem die administrativen Funktionen von Lenzing schlanker und effizienter zu gestalten. Dadurch ergeben sich ab 2026 jährliche Einsparungen in Höhe von mindestens 25 Mio. €. Gleichzeitig wird der Konzern seine internationale Präsenz in Asien und Nordamerika stärken und rückt damit in diesen wichtigen Textil- und Vliesstoffmärkten näher an seine Kunden heran.

Diese Internationalisierung führt bis Ende 2027 zu einem weiteren Abbau von etwa 300 Stellen am Standort Lenzing. Beide Maßnahmen führen zu jährlichen Gesamteinsparungen von mehr als 45 Mio. €, die spätestens Ende 2027 in vollem Umfang wirksam werden.

Der Faserhersteller beschäftigt weltweit rund 7700 Mitarbeiter, davon etwa 3000 am Stammsitz in Lenzing.