Laut Verbandsumfrage wuchs der Parkettabsatz in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 11% auf 2,7 Mio. m². Der Umsatz zog um 6% auf etwa 94 Mio. € an. Damit setzt die Branche den seit Jahreswechsel erkennbaren Aufwärtstrend fort.
„Die Tendenz geht in die richtige Richtung. Wir bewegen uns aber nach den katastrophalen Einbrüchen der letzten Jahre immer noch auf einem niedrigen Niveau. Entscheidend wird sein, wie sich die Baukonjunktur entwickelt“, erklärte vdp-Vorstand Michael Schmid. Erste Signale seien positiv: Vor allem bei Einfamilienhäusern hätten die Baugenehmigungen im 1. Halbjahr spürbar zugelegt.
Besonders stark präsentierte sich das Dreischichtsegment mit einem Absatzplus von 25% auf 1,6 Mio. m². Noch dynamischer entwickelten sich Landhausdielen: Hier kletterte der Absatz um 30% auf 1,25 Mio. m². Verhaltener zeigte sich Zweischichtparkett mit einem leichten Zuwachs von 1% auf 700.000 m². Massivparkett legte um 8% auf 150.000 m² zu, während das Mosaikparkett einen Rückgang von 23% auf 240.000 m² hinnehmen musste.
Ein wesentlicher Faktor für den Aufschwung im Dreischichtsegment ist der starke Rückgang der Importe aus China, die im 1. Halbjahr um 50% einbrachen. Schmid führt dies auch auf die geltenden Anti-Dumping-Zölle zurück. Gleichzeitig nahmen jedoch die Einfuhren aus anderen Ländern zu. „Wir müssen die Entwicklung weiter beobachten, um den Effekt der Zölle abschließend bewerten zu können“, so Schmid.