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Die neue Combilift-Staplerflotte im Überblick: Mehrwegestapler C 4000 STE, WR4 Deichsel-Mehrwegestapler und CS-Deichselgerät sorgen bei Meyer Parkett für optimierte Materialflüsse in der neuen Lagerhalle © Birgit Fingerlos

Meyer Parkett

Dank virtueller Vorplanung: massiv verdichtete Lagerfläche

Ein Artikel von Birgit Fingerlos | 09.12.2025 - 12:28

Das Familienunternehmen Meyer Parkett, Premstätten, blickt auf eine über 135-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Aus einem 1890 gegründeten Sägewerk entwickelte sich ein vielseitiger Holzverarbeiter. In den 1970er-Jahren erfolgte der Einstieg in den Parketthandel. Als um die Jahrtausendwende die industrielle Produktion eingestellt wurde, wuchs das Handelsgeschäft rasant. Heute gilt Meyer Parkett als einer der führenden Anbieter für Parkett-, Vinyl- und Laminatböden sowie Terrassenlösungen aus Holz, WPC und Keramik. Dazu kommt umfangreiches Zubehör bis hin zu Spezialprodukten, wie digital bedruckten Böden oder innovativen Unterkonstruktionssystemen.

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Vor den neuen Fahrzeugen, v. li.: Meyer Parkett-Lagerlogistiker Marcus Kaufmann, Schauer Gabelstapler-Geschäftsführer Martin Schauer, Meyer Parkett-Geschäftsführer Stefan Meyer, Combilift-Countrymanager Gregor Kramar und Meyer Parkett-Lagerleiter Wolfgang Knass © Birgit Fingerlos

Mit dem Wachstum stieg auch die Komplexität der Logistik. Am ehemaligen Standort in Kalsdorf gab es fünf verteilte Hallen. Die Wege waren unübersichtlich, die Flächen teils historisch gewachsen und nicht ideal nutzbar. Die Struktur stammte im Kern noch aus der Sägewerkszeit. „Für einen modernen Großhandel ist so etwas kaum effizient zu betreiben“, erklärt Meyer Parkett-­Geschäftsführer Stefan Meyer. Die Entscheidung war klar: Ein Neubau musste her.

Neues Areal

Ende 2024 startete der Bau des neu konzipierten Standortes in Premstätten. Im Sommer wurde eine 60 mal 60 m große Lagerhalle in Betrieb genommen. Der bereits bezogene Hallenneubau vereint Großwarenlager, Kleinteilelager, Kommissionierzonen und eine überdachte Rampe – mit einer logistischen Infrastruktur, die speziell auf hohe Umschlagsgeschwindigkeiten ausgelegt ist. Doch die Flächenplanung allein genügte nicht. „Wir benötigten auch Stapler, die exakt zu unseren neuen Prozessen passen. Hier kommt Combilift ins Spiel“, berichtet Meyer. 

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Lagerlogistiker Marcus Kaufmann manövriert den WR4 Deichsel-Mehrwegestapler präzise durch die Gänge © Birgit Fingerlos

Der Unternehmer entschied sich für den Kauf von Staplern des irischen Herstellers vor allem aufgrund deren kompakter Bauweise und hohen Tragkraft. Zudem bietet Combilift eine außergewöhnliche Flexibilität in der kundenspezifischen Konfiguration. Überzeugt hat ihn auch die Zuverlässigkeit und Robustheit der Geräte. 

Gemeinsam mit dem Regalbauer Meta-Lagertechnik, Wiener Neudorf, und Meyer Parkett entwickelte Combilift ein komplettes Lagerlayout inklusive Visualisierung. „Wir konnten in der Planungsphase am Bildschirm sehen, wie die Stapler fahren, wo sie wenden, wie die Gangbreiten aussehen und welche Regalhöhen machbar sind“, berichtet Meyer. Diese Planung wurde nahezu unverändert umgesetzt.

Drei Stapler

In der neuen Lagerhalle kommen jetzt drei Combilift-Geräte zum Einsatz. Herzstück ist der induktionsgeführte C 4000 STE-Mehrwegestapler mit 4 t Tragkraft. Zudem gibt es einen WR4 Deichsel-Mehrwegestapler für Langgut und ein CS-Deichselgerät mit ­Fahrerplattform für schnelle Kommissionierungen. „Für uns war wichtig, dass die Geräte ­robust, langlebig und perfekt auf unsere ­Abläufe abgestimmt sind. Genau das hat Combilift geliefert“, sagt Meyer. „Mit unseren ­Staplern ­meistert Meyer  ­Parkett ­Einlagern, Auslagern und ­Kommissionieren ­besonders schnell und effizient“, ist sich Gregor Kramar, Country Manager von ­Combilift in Österreich, sicher. 

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Der Mehrwegestapler ist mit einer breiten Zinkenverstellung ausgestattet. Diese ist ideal für lange und unterschiedlich dimensionierte Fußbodenpakete © Birgit Fingerlos

Der C 4000 STE übernimmt die Schlüsselfunktion im neuen Lager. „Seine Induktionsführung erlaubt besonders schmale Gänge“, erklärt  Kramar. Realisiert wurden lediglich 2500 mm Gangbreite bei einer Stapler­nutzbeite beziehungsweise maximalen ­Produkttiefe von 1300 mm. Dadurch konnte die Lagerfläche massiv verdichtet werden, freut man sich in Premstätten. Ein weiterer Pluspunkt des C 4000 STE von Combilift ist, dass die Lastaufnahme schonend erfolgt. Eine breite Zinkenverstellung sowie die feinfühlige Steuerung verhindern Druckstellen und Beschädigungen am empfindli­chen Bodenmaterial. Weiters ist der Mehrwegestapler mit einer Gabelträgerkamera ausgestattet. Diese liefert klare Sicht in Höhen bis 7 m, ermöglicht schnellers sowie genaues Arbeiten und gewährleistet eine hohe Qualität in der Kommissionierung. 

„Wir lagern heute Böden mit sehr unterschiedlichen Abmessungen, kurze Teile, Sondermaße, Langgut – das muss ein Stapler abdecken“, sagt Meyer. Genau hier sei Combilift am Markt führend: in der Kombination aus Flexibilität, Robustheit und kundenspezifischer Anpassbarkeit.

Technik, die verfügbar bleibt

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Der C 4000 STE fährt induktionsgeführt durch nur 2500 mm schmale Gänge und maximiert so die Lagerdichte © Birgit Fingerlos

„Ein weiteres Argument für Combilift waren die standardisierten Komponenten“, erklärt der Meyer Parkett-Geschäftsführer. Combilift setzt auf Bauteile renommierter globaler Hersteller, wie Danfoss oder Bosch. Diese Komponentengleichheit erleichtert Wartung und Ersatzteilversorgung. „Das ist ein Riesenvorteil“, bestätigt Meyer und betont: „Wir brauchen Geräte, die jahrelang zuverlässig laufen und für die Ersatzteile weltweit verfügbar sind.“

Zudem gibt es mit Schauer Gabelstapler in der Region einen Combilift-Händler, der Service und Betreuung abdeckt. „Unsere räumliche Nähe verkürzt Reaktionszeiten und gewährleistet Unterstützung im laufenden Betrieb“, versichert Martin Schauer, Geschäftsführer Schauer Gabelstapler, Gabersdorf. 

Schnelle Einschulung

Die Mitarbeiter wurden direkt nach Inbetriebnahme der Halle auf die neuen Fahrzeuge geschult und lernten diese rasch zu bedienen. Das Ergebnis zeigt sich bereits nach wenigen Monaten: Die Kommissionierzeiten sind massiv gesunken, die Wege sind kürzer, das Ein- und Auslagern funktioniert effizienter. Durch das optimierte Layout und die Staplerleistung konnte die Anzahl der benötigten Flurförderfahrzeuge sogar reduziert werden.