Oft ist von einer stabilen, saisonüblichen Nachfragesituation die Rede. Der strenge Winter verzögerte den Saisonstart 2026 um einige Wochen, was beim Handel ebenso zu spüren war, wie bei Zimmerei- und Fertighauskunden.
Die Ende März angekündigten Preiserhöhungen (+20 €/m³) konnten zwar nicht umgesetzt werden, allerdings sind Preiszugeständnisse in Richtung der 400 €/m³-Marke in der zweiten Aprilhälfte vollends vom Markt verschwunden. Für 6/8er-Querschnitte (NSi, Großmengen) ermittelte der Holzkurier eine Preisspanne von 420 bis 440 €/m³. Als besondere Herausforderung nennen Marktteilnehmer die massiv gestiegenen Energie- und Transportkosten, denen man oftmals mit separaten Pauschalen versucht entgegenzuwirken.
Während einzelne Hersteller im Mai mit neuen, nach oben korrigierten Preislisten auftreten, werden andere Marktteilnehmer versuchen die bereits im April angekündigten Erhöhungen vollends durchzusetzen. Man sei jetzt in einem etwas günstigeren Fahrwasser, das es gilt zu nutzen, so der Tenor unter den Produzenten.
Auf der Rohwarenseite berichten die Hersteller von einer guten Versorgungssituation und stabilen Preise von rund 315 bis 320 €/m³. Rohware aus Skandinavien brachte zuletzt keinen Preisvorteil mehr, wobei die gestiegenen Frachtkosten sicherlich eine Rolle spielen.