Von allen erfassten Schadfaktoren im Tiroler Wald spielt der Einfluss durch das Schalenwild die weitaus größteRolle. © Archiv
Von allen erfassten Schadfaktoren spiele der Einfluss durch Schalenwild in den Jungwäldern die weitaus größte Rolle. 66% davon weisen laut Waldbericht eines oder mehrere „Verjüngungshemmnisse“ auf. 52% entstanden dabei durch das Wild. LHStv. Anton Steixner kündigte daher weitere Gesprächsrunden von Forst und Jagd an. Die Jägerschaft sei sehr bemüht, den Wildeinfluss auf ein akzeptables Maß zu reduzieren: „Die Abschusszahlen waren noch nie so hoch wie im vergangenen Jahr.“ In den vergangenen zehn Jahren dürfte allein der Rotwild-Bestand von etwa 20.000 Stück auf 30.000 angestiegen sein.
Das Förderprogramm konzentrierte sich auf den nachhaltigen Schutz vor Naturgefahren und die Sicherung des Lebensraumes. 90% der öffentlichen Ausgaben flossen in die Verbesserung der Schutzwälder, berichtete Steixner. 2010 seien demnach in Tirols Wald mit einem Gesamtbetrag von 20,6 Mio. € und einem Förderbeitrag von 11,6 Mio. € über 11.000 Investitionsmaßnahmen getroffen worden. Die Förderungsmittel wurden anteilig von der EU zu 45%, dem Bund zu 34% und dem Land Tirol zu 21% aufgebracht. "Die Waldeigentümer selbst investierten 9 Mio. € an Eigenleistung in die Schutzwaldpflege. Weiters wurden im Vorjahr 3,7 Mio. € in die Erholungsraumgestaltung investiert. Für über 100 Projekte stellten das Land Tirol und die EU eine Förderung in Höhe von 1,7 Mio. € zur Verfügung. Der Schwerpunkt lag erneut auf Rad- und Wanderwegen. Inzwischen sind 6600 km Forst- und Almwege vertraglich für Mountainbiking freigegeben", informierte Steixner.