Tschechien

Tschechien: Schadholzmenge 2023 sank deutlich

Ein Artikel von Philipp Matzku | 06.06.2024 - 13:31
Schadholz_CZ.jpg

Der Einschlag 2023 lag mit 16,6 Mio. fm um 31% unter dem 10-Jahre-Mittel (2013 bis 2022) von 21,7 Mio. fm © Quelle: Czech Statistical Office (CZSO), Holzkurier-Prognose (2024-2025) © Holzkurier.com

Zwischen 2018 und 2022 lag der Schadholzanfall Tschechiens bei 133,9 Mio. fm. Das entspricht 94 % des in den fünf Jahren erfolgten Einschlags von 141,8 Mio. fm. 2019 lag der Schadholzanteil mit 30,9 Mio. fm nur um 300.000 fm (99 %) und im Jahr 2020 mit 33,9 Mio. fm nur um 600.000 fm (98 %) unter der Jahreserntemenge des jeweiligen Jahres.

Der mittlere 10-Jahre-Einschlag in den Jahren 2013 bis 2022 lag bei 21,7 Mio. fm, der mittlere Schadholzanfall lag im Berichtszeitraum bei 17,2 Mio. fm. Der Anteil von Fichte am Gesamteinschlag 2023 (16,6 Mio. fm) lag mit 13,8 Mio. fm bei 83 %. Der Anteil von Laubholz an der Holzernte ist vernachlässigbar.

Von den 11 Mio. fm Schadholz des vergangenen Jahres entfiel in Tschechien knapp die Hälfte (5,6 Mio. fm) auf Käferholz, 31 % oder 3,4 Mio. fm waren abiotische Schadfaktoren, wie Sturmholz und Windwürfe, sowie 2 Mio. fm sonstige Faktoren.

2020, dem Jahr mit dem größten Schadholzaufkommen, lag der Käferholzanteil bei 26,2 Mio. fm oder 77 %, abiotische Faktoren machten 6,5 Mio. fm oder 19 % aus.

Für das laufende Jahr geht man in Tschechien von einem Schadholzanfall von 7 Mio. fm bei einer Gesamterntemenge von 16 Mio. fm aus.