Die meist bis Ende März und teilweise für das Gesamtjahr 2026 gültigen Vereinbarungen weisen nahezu durchgängig höhere Preise auf. In der Nordhälfte Deutschlands bewegen sich die Nennungen zwischen 28 und 31 €/rm (alle Preisangaben ab Waldstraße). Bei Ausbietungen wurden bereits Werte deutlich über 31 €/rm erzielt. Entsprechend hoch sind dort die Forderungen in den laufenden Verhandlungen mit bis zu 35 €/rm.
In Süddeutschland gibt es bislang nur wenige neue Abschlüsse. Dort laufen die bestehenden Verträge häufig noch bis Jahresende mit Preisen zwischen 22 und 25 €/rm. Für den Ferntransport nach Ostdeutschland, Belgien und Luxemburg kaufen Rundholzhändler ebenfalls in diesem Bereich ein. Waldbesitzern, häufig forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen, werden zusätzlich Mengen- und Logistik-Boni angeboten, wodurch sich der Preis um weitere 1 bis 5 €/rm erhöhen kann.
Einen wesentlichen Beitrag zu den Preissteigerungen in der Nordhälfte leisten die Pelletswerke. Auch in Sägewerke integrierte Standorte haben den Einkauf von Nadelindustrieholz ausgeweitet. Lieferungen an Pelletswerke werden mit 29 bis 32 €/rm vergütet und liegen damit bis zu 2 €/rm über den bisherigen Zahlungen. Vorverträge mit der Papier- und Zellstoffindustrie bilden mit knapp unter 30 €/rm überwiegend das untere Ende der Spanne.
In Ostdeutschland konnten Forstbetriebe Zuschläge bei Lieferungen in OSB-Werke durchsetzen. Mit Aufschlägen von 2 bis 3 €/rm ergeben sich dort Preise von 35 bis 36 €/rm. In laufenden Verhandlungen werden auch 37 €/rm gefordert.
Im Nordwesten bilden die von Tiereinstreu- und Erdenwerken bezahlten Preise weiterhin das obere Ende. Mit 38 bis 41 €/rm ist jedoch keine weitere Anhebung feststellbar.
Neben Industrieholz für die Pelletsproduktion fragen OSB-Werke nach. MDF- und Spanplattenwerke fahren ihre Produktion zwar gedrosselt, wollen jedoch Sägerestholz durch Industrieholz ersetzen. Trotz der Einschränkungen bleibt der Bedarf bestehen.MF