Die höchsten Preise werden aus Hessen und Sachsen mit 104 beziehungsweise 105 €/fm ab Waldstraße gemeldet. Es folgt Sachsen-Anhalt mit bis zu 103 €/fm. Das untere Ende der Kiefern-Preisspanne liegt bei 90 €/fm. Diese Preise werden in küstennahen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein aufgerufen. Im Vorjahr lagen die Preise dort stellenweise nahe 80 €/fm. Berichte aus ostdeutschen Großprivatwaldbetrieben, wonach Sägewerke ihre Einkaufspreise auf 85 €/fm abgesenkt hätten, konnten nicht bestätigt werden. Einzelne Großsägewerke versuchten, die Einkaufspreise für die ansonsten stark nachgefragten 3-m-Abschnitte zu senken. Dies ist ohne Erfolg geblieben.
B/C/D: drei Qualitäten für einen Preis
In nennenswertem Umfang sind sowohl bei Kiefer als auch bei Fichte wieder Einheitspreise für aus B/C/D-Ware zusammengefasste Partien zu beobachten. Teilweise wird dabei auf eine stärkeklassenbezogene Preisabstufung verzichtet. Diese überwiegend für das 1. Halbjahr genannten Pauschalpreise liegen bei Kiefer bei 94 €/fm und bei Fichte zwischen 105 und 110 €/fm ab Waldstraße.
Bei Fichte bleiben Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Leitsortiment L2b die Preis-Spitzenreiter. In diesen Regionen zahlen Sägewerke über 140 €/fm ab Waldstraße. In Hessen werden bis zu 140 €/fm erreicht. Rückgerechnete Stockpreise ergeben dort ebenfalls Werte von über 140 €/fm ab Waldstraße. In den meisten anderen Regionen liegen die Preise mit 130 bis 135 €/fm weiterhin unter der 140 €/fm-Marke. Wie bei Kiefer sind die niedrigsten Fichtenpreise in küstennahen Regionen festzustellen. Dort werden 130 €/fm nicht erreicht.
Deutlich günstigere Preise ergeben sich aus Altverträgen. Aufgrund der im Vorjahr ausgebliebenen Käferholzmengen müssen einige Forstbetriebe noch Fichten-Verträge bedienen, die 2025 abgeschlossen wurden. In einzelnen Fällen einigten sich Forstbetriebe und Großsägewerke auf Ersatzlieferungen mit Kiefer. Die Stärkeklassenabschläge liegen bei Kiefer zwischen 3 und 8 €/fm. Bei Fichte setzen sich 8 €/fm zunehmend durch. Teilweise liegen die Abschläge nur bei 6 oder 7 €/fm. Abschläge von 10 €/fm sind in der Nordhälfte Deutschlands kaum noch anzutreffen.
Palettenholz zieht an
Beim Nadelrundholz für auf Paletten-Schnittholz ausgerichtete Sägewerke ziehen die Preise nach der Stagnation im 2. Halbjahr 2025 wieder an. Die meisten Abschlüsse liegen zwischen 44 €/rm und 50 €/rm ab Waldstraße. In diesem Bereich bewegen sich auch Abschlüsse mit polnischen Sägewerken.
In Ostdeutschland gibt es bei einem Abnehmer eine Abweichung nach unten. Abnehmerseitige Versuche, den Preis unter 40 €/rm zu halten, scheiterten. Im Nordwesten werden 53 bis 54 €/rm bezahlt. Bei Lieferungen in die Niederlande sind es bis zu 58 €/rm.