Big trouble in China

Ein Artikel von Administrator | 07.11.2002 - 08:45
In der Steiermark werden die Waldverbände und Waldwirtschaftsgemeinschaften zu einer immer größeren Konkurrenz für den Rundholzhandel. Trotz des starken Auftretens der Verbände sind einige Waldbesitzer unzufrieden und kehren zu den flexibleren Holzhändlern zurück - leider ist das nur eine kleiner Teil.Prämien liefen aus. Die Nachfrage nach Fi-/Ta-Rundholz ist recht gut. Speziell im Süden Österreichs sind einige größere Sägewerke gering bevorratet. Bis zum Auslaufen der Frühlieferprämien von 3 €/fm Ende Oktober, waren die Harvester voll im Einsatz.
Kiefern-Rundholz ist als Schwachholz sowie in schlechteren Qualitäten nach wie vor nur zu billigen Preisen absetzbar. Lärchen-Rundholz ist hingegen gut gefragt.Beschränkung bei Industrieholz. Industrieholz wird bei Zufuhr kontigentiert, die Industrie will die großen Lagerbestände reduzieren und von der Sägeindustrie wird bedingt durch die großen Einschnittmengen viel Hackgut geliefert. Ebenfalls ist der Anfall an Faserholz durch den vermehrten Einsatz der Harvester gestiegen.
Die Nachfrage nach Fi-/Ta-Schnittholz aus Italien war im Oktober etwas geringer als im September. Die Preiserhöhungen konnten nur bei den besseren Qualitäten wie hobelfähiger Ware erzielt werden. Verpackungsware bleibt mengen- wie preismäßig unter Druck. Lärche im Trend. Lärchen-Schnittholz für Fenster, Türen und Boden wird gut nachgefragt - die italienische Sargindustrie verwendet allerdings immer mehr russische Lärche. Kiefern-Schnittware ist in Italien kaum oder nur im billigen Verpackungssegment abzusetzen. Unbesäumtes Kie-Schnittholz in Tischlerqualität ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig, da die Nachfrage aus Deutschland und Slowenien derzeit gering ist.
Die bedeutendste Laubholzart - die Rotbuche - ist unter Druck. Beim Rohstofflieferanten, Handel und Verarbeiter herrscht Orientierungslosigkeit, was Preise, Mengen und Sortimente anbelangt.Damoklesschwert über Buchen-Sägern. Am inländischen Markt ist Buchen-Schnittholz gedämpft und ungedämpft rückläufig. Wenn der Schwellenverkauf an die ÖBB - 80.000 Stück - platzt, kämen bis zu 18.000 fm Rundholz in C und C*-Qualität auf den Markt.
In Italien ist der Konsum für Laubschnittholz in der Möbel- und Sesselindustrie zurückgegangen, da am Hauptmarkt Deutschland die italienischen Produzenten mit geringen Abnahmen konfrontiert sind. Es offenbart sich ein massiver Strukturwandel. Viele Zulieferbetriebe mussten schließen.
Die mengenmäßige Nachfrage bei Eiche, Ahorn und Kirsche ist sehr gut, jedoch werden die Handelsspannen immer geringer. Im Gegensatz zur Nachfrage nach Schnittholz für Bau- und Hobelsparten, ist diese bei Tischlerware eher gedämpft.
China-Probleme. Die Situation am chinesischen Markt ist nach wievor schlecht. Die Lager der europäischen Lieferanten sind überfüllt und der Liefer- und Preisdruck anch China wird immer größer. Die Reklamationsfreudigkeit steigt und in den Häfen wird beanstandete Ware zu Billigstpreisen abgesetzt.
Die chinesischen Kunden rufen georderte Ware mit Verzögerung oder gar nicht ab. Es werden Preisabschläge für Akkreditiverstellung oder auch offene Lieferungen gefordert. Die Abnehmer befürchten, dass georderte Ware während der Dauer des Transports von anderen Lieferanten billiger angeboten werden.Hoffung USA? Europäische Lieferanten versuchen sich vermehrt dem amerikanischen Markt zuzuwenden, das ist jedoch schwierig, da Dimensionen, Längen und Sortierungen gänzlich anders sind.
Der mengenmäßige Absatz in die Levante ist gut, die Preise konnten speziell bei den gefragten Sortimenten etwas erhöht werden. Hauptabsatzländer sind Algerien, Saudi-Arabien, geringe Mengen gehen nach Kuwait und Jemen. Lieferschwierigkeiten ergeben sich bei den gefragten 3 m-Längen. Diese werden von österreichischen Exporteuren auch aus Rumänien, der Ukraine sowie Bosnien und Slowenien zugekauft. Inland etwas besser. Die Situation am Inlandsmarkt ist nach wie vor schlecht. Es fehlen öffentliche Aufträge. Die Situation hat sich gegenüber dem Frühjahr leicht verbessert.
Rückläufige Tendenzen am Inlandsmarkt zeigen vor allem die Sparten Fenster, Fertigteilhäuser sowie Möbel am Inlandsmarkt. Positiv bewertet werden Fußböden und Leimhölzer.Erträge verschlechtert. Die Mengenumsätze im Platzholzhandel sind zufrieden stellend, die Ertragssituation hat sich allerdings massiv verschlechtert. Markant ist ein West-/Ostgefälle: Tischlereien im Westen sind besser ausgelastet, als ihre Kollegen im Osten.