2004 wird in die Unternehmensgeschichte von Stora Enso Timber eingehen. Soviel ist zumindest für Zentraleuropa sicher. 2 Riesen-Investitionen werden das Unternehmen stärken, Marktänderungen erfordern neue Strukturen und Gegensteuern zu ebensolchen Zielmärkten.Das Post-Imperium. „Für 8 Mio. € errichten wir in Ybbs ein zusätzliches Postwerk, das noch im November den Probebetrieb aufnehmen soll. Damit werden sämtliche in Ybbs produzierten Lamina vor Ort weiterverarbeitet”, erläutert Vorstand Dr. Dieter Kainz.
2005 will man dann bereits mit 80 bis 100.000 m³ „voll am Markt” sein, hofft Kainz auf einen ähnlichen Rekordstart wie 2001/02 beim Postwerk in Brand. Dort wird momentan bereits Personal für den Einsatz in Ybbs geschult. Durch die Spezialisierung von Brand auf 4 m- und Ybbs auf 3 m- und 6 m-Längen erwartet man sich eine optimierte Ausbeute in der Gruppe.Weiterverarbeitung forcieren. Zur 8 Mio. € Investition in Ybbs gehört auch die Erweitung der Trockenkapazität. „Alle Maßnahmen dienen einem Ziel: Die Wertschöpfung am Standort noch weiter zu erhöhen”, zeichnet Kainz die Zukunft für weitere Stora Enso-Standorte unter seiner Verantwortung vor.
Dass es auch in Ybbs immer noch freien Platz gibt, leugnet er nicht - dort dürfte mittelfristig die lang erwartete Holzelemente-Fertigung hinkommen.Japan zieht preislich an. Der Jahresstart in Japan gibt Kainz Zuversicht beim Post-Mehrabsatz. Die Preise haben sich im II. Quartal weiter stabilisiert - es kam bereits vereinzelt zu moderaten Erhöhungen.
Hinsichtlich der Mengennachfrage gibt es in Japan mit Start des neuen Fiskaljahres keine Klagen - ganz im Gegenteil. Bei Hagarazei (Mabashira, Nedda etc.) wurden Preissteigerungen von 5 bis 10 €/m³ durchgesetzt.Verkauf vor Ort. Diese Entwicklung gibt Kainz auch für das 2. Halbjahr Zuversicht. Gerade recht kommt daher auch die Eröffnung eines eigenen Verkaufsbüros in Osaka/JP. Geschäftsführer wird mit 1. Juli Franz Kropfreiter, ihm assistiert Visa Kutvonen (sh. Beitrag S. 21).
Helle Freude kommt im 21. Stock des IZD-Towers in Wien auf, wenn man auf das US-Geschäft zu sprechen kommt. „Dort stimmen Menge und Preis”, weiß Kainz, nachdem man allerdings zu Beginn des Vorjahres noch ein Tal der Tränen durchschreiten musste. „Da am US-Markt immer eine Berg-und-Tal-Fahrt herrscht, erfreuen wir uns nun am Hoch. Dass dieses Niveau nicht das ganze Jahr halten wird, ist aber auch Jedem klar.”
2005 will man dann bereits mit 80 bis 100.000 m³ „voll am Markt” sein, hofft Kainz auf einen ähnlichen Rekordstart wie 2001/02 beim Postwerk in Brand. Dort wird momentan bereits Personal für den Einsatz in Ybbs geschult. Durch die Spezialisierung von Brand auf 4 m- und Ybbs auf 3 m- und 6 m-Längen erwartet man sich eine optimierte Ausbeute in der Gruppe.Weiterverarbeitung forcieren. Zur 8 Mio. € Investition in Ybbs gehört auch die Erweitung der Trockenkapazität. „Alle Maßnahmen dienen einem Ziel: Die Wertschöpfung am Standort noch weiter zu erhöhen”, zeichnet Kainz die Zukunft für weitere Stora Enso-Standorte unter seiner Verantwortung vor.
Dass es auch in Ybbs immer noch freien Platz gibt, leugnet er nicht - dort dürfte mittelfristig die lang erwartete Holzelemente-Fertigung hinkommen.Japan zieht preislich an. Der Jahresstart in Japan gibt Kainz Zuversicht beim Post-Mehrabsatz. Die Preise haben sich im II. Quartal weiter stabilisiert - es kam bereits vereinzelt zu moderaten Erhöhungen.
Hinsichtlich der Mengennachfrage gibt es in Japan mit Start des neuen Fiskaljahres keine Klagen - ganz im Gegenteil. Bei Hagarazei (Mabashira, Nedda etc.) wurden Preissteigerungen von 5 bis 10 €/m³ durchgesetzt.Verkauf vor Ort. Diese Entwicklung gibt Kainz auch für das 2. Halbjahr Zuversicht. Gerade recht kommt daher auch die Eröffnung eines eigenen Verkaufsbüros in Osaka/JP. Geschäftsführer wird mit 1. Juli Franz Kropfreiter, ihm assistiert Visa Kutvonen (sh. Beitrag S. 21).
Helle Freude kommt im 21. Stock des IZD-Towers in Wien auf, wenn man auf das US-Geschäft zu sprechen kommt. „Dort stimmen Menge und Preis”, weiß Kainz, nachdem man allerdings zu Beginn des Vorjahres noch ein Tal der Tränen durchschreiten musste. „Da am US-Markt immer eine Berg-und-Tal-Fahrt herrscht, erfreuen wir uns nun am Hoch. Dass dieses Niveau nicht das ganze Jahr halten wird, ist aber auch Jedem klar.”
What goes up, must come down. Spätestens im IV. Quartal erahnt Kainz die Preissturz-Gefahr - „was der Euro bis dahin macht, ist nicht vorhersehbar.”
Nach einem schwachen Vorjahr erlebt Stora Enso Timber auf allen CLS-Märkten (Canadian Lumber Standards) Mengensteigerungen: Australien, Großbritannien und eben USA.Branche braucht neue Märkte. Diese Alternativen könnten helfen, wenn auf Stamm-Märkten wie Italien Probleme bei einzelnen Sortimenten auftreten. Kainz nimmt als Beispiel 17 mm-Seitenware: „So gut kann kein Einzelmarkt laufen, dass man ihn nicht mit solchen Mengen überfordert, wie sie aktuell nach Süden fließen.”
Japan, aber auch Israel oder Australien nennt er als weitere Möglichkeiten für getrocknete Seitenware. „Was zählt, ist Entlastung. Wir tun alles dafür - die erweitere Trocknungskapazität wird uns künftig helfen.”Kein Schifffrachtraum. „Alles tun” heißt auch, so skurril anmutende Aktivitäten anzugehen wie frische, imprägnierte Seitenware in Containern nach Saudi-Arabien zu verschiffen. Kainz: „Container deshalb, weil normaler Schifffrachtraum äußerst knapp geworden ist. Die teilweise bereits umgesetzten Preiserhöhungen werden leider von den Frachterhöhungen kompensiert - zum Beispiel in Saudi-Arabien.”
Kuwait oder der Jemen laufen laut Hannes Buschenreithner, Verkaufsleiter Stora Enso Zentraleuropa, gut. „Im slowenischen Koper haben sich die Läger halbiert - auch weil sich Algerien wieder erholt”, erläutert er. „Der immer noch große Vorrat im Mittelmeerhafen relativiert sich, wenn man weiß, dass 80% der Lagerware bereits verkauft sind.”Rumänen kaum Holz. Hinsichtlich der rumänischen Konkurrenz kann Buschenreithner von geringerem Angebotsdruck berichten. „Auf Grund des Neustarts eines Groß-Sägewerkes ist die Rundholzversorgung der Klein- und Mittel-Betriebe nicht ausreichend. Wenn allerdings angeboten wird, sind die Preise weit unter dem möglichen Niveau.”
Für die Hauptmärkte Italien, Österreich und Tschechien vermeldet Buschenreithner: „Auf Monate nahezu ausverkauft.” Mit dem guten Mengenabsatz konnte man die Preise wieder auf das Niveau heben, das man 2003 mangels Exportalternativen verlassen musste. Für Hobel- und Leimholzware sieht Buschenreithner plus 3% bis 5% umgesetzt.Voll schneiden. Der gute Absatz lässt alle Stora Enso-Standorte in Zentraleuropa momentan mit Vollgas produzieren - in Summe waren es im März an allen Standorten 500.000 fm. In Zdirec/CZ werden es ab 2005 400.000 fm Mehreinschnitt sein - dort wird man zum Jahreswechsel eine neue Profilierlinie installieren. „Dann schneiden wir 1,2 Mio. fm/J”, erläutert Kainz.
Die Erweiterung ist Teil einer 10 Mio. €-Investition, zu der auch der Ausbau der Trockenkapazität gehört - zu den bestehenden 16 kommen noch weitere 8 hinzu. Auch eine Rundholzplatz-Erweiterung wird angedacht.Osten als Absatzmarkt. Ein gestärkter Standort Zdirec ist auch für Buschenreithner wichtig. Er will mit seinem Verkaufsteam die osteuropäischen Märkte speziell forcieren: „Ohne besondere Aktivitäten haben wir im Vorjahr knapp 100.000 m³ in Tschechien verkaufen können. Mit einem eigenen Mitarbeiter werden wir nachsetzen.”
Die Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien sollen ebenfalls verstärkt angegangen werden. Neben Sortimenten für das Dach sieht Buschenreithner insbesondere für KVH gute Möglichkeiten.
Hinsichtlich einer überwiegend positiven Marktentwicklung hoffen Kainz und Buschenreithner für die 2. Jahreshälfte, dass es eine ausgeglichene Rundholz-Versorgung geben wird. Kainz: „Es wird sicherlich darauf ankommen, ob es neben dem anfallenden Käferholz eine entsprechende Frischholz-Menge geben wird.”
Nach einem schwachen Vorjahr erlebt Stora Enso Timber auf allen CLS-Märkten (Canadian Lumber Standards) Mengensteigerungen: Australien, Großbritannien und eben USA.Branche braucht neue Märkte. Diese Alternativen könnten helfen, wenn auf Stamm-Märkten wie Italien Probleme bei einzelnen Sortimenten auftreten. Kainz nimmt als Beispiel 17 mm-Seitenware: „So gut kann kein Einzelmarkt laufen, dass man ihn nicht mit solchen Mengen überfordert, wie sie aktuell nach Süden fließen.”
Japan, aber auch Israel oder Australien nennt er als weitere Möglichkeiten für getrocknete Seitenware. „Was zählt, ist Entlastung. Wir tun alles dafür - die erweitere Trocknungskapazität wird uns künftig helfen.”Kein Schifffrachtraum. „Alles tun” heißt auch, so skurril anmutende Aktivitäten anzugehen wie frische, imprägnierte Seitenware in Containern nach Saudi-Arabien zu verschiffen. Kainz: „Container deshalb, weil normaler Schifffrachtraum äußerst knapp geworden ist. Die teilweise bereits umgesetzten Preiserhöhungen werden leider von den Frachterhöhungen kompensiert - zum Beispiel in Saudi-Arabien.”
Kuwait oder der Jemen laufen laut Hannes Buschenreithner, Verkaufsleiter Stora Enso Zentraleuropa, gut. „Im slowenischen Koper haben sich die Läger halbiert - auch weil sich Algerien wieder erholt”, erläutert er. „Der immer noch große Vorrat im Mittelmeerhafen relativiert sich, wenn man weiß, dass 80% der Lagerware bereits verkauft sind.”Rumänen kaum Holz. Hinsichtlich der rumänischen Konkurrenz kann Buschenreithner von geringerem Angebotsdruck berichten. „Auf Grund des Neustarts eines Groß-Sägewerkes ist die Rundholzversorgung der Klein- und Mittel-Betriebe nicht ausreichend. Wenn allerdings angeboten wird, sind die Preise weit unter dem möglichen Niveau.”
Für die Hauptmärkte Italien, Österreich und Tschechien vermeldet Buschenreithner: „Auf Monate nahezu ausverkauft.” Mit dem guten Mengenabsatz konnte man die Preise wieder auf das Niveau heben, das man 2003 mangels Exportalternativen verlassen musste. Für Hobel- und Leimholzware sieht Buschenreithner plus 3% bis 5% umgesetzt.Voll schneiden. Der gute Absatz lässt alle Stora Enso-Standorte in Zentraleuropa momentan mit Vollgas produzieren - in Summe waren es im März an allen Standorten 500.000 fm. In Zdirec/CZ werden es ab 2005 400.000 fm Mehreinschnitt sein - dort wird man zum Jahreswechsel eine neue Profilierlinie installieren. „Dann schneiden wir 1,2 Mio. fm/J”, erläutert Kainz.
Die Erweiterung ist Teil einer 10 Mio. €-Investition, zu der auch der Ausbau der Trockenkapazität gehört - zu den bestehenden 16 kommen noch weitere 8 hinzu. Auch eine Rundholzplatz-Erweiterung wird angedacht.Osten als Absatzmarkt. Ein gestärkter Standort Zdirec ist auch für Buschenreithner wichtig. Er will mit seinem Verkaufsteam die osteuropäischen Märkte speziell forcieren: „Ohne besondere Aktivitäten haben wir im Vorjahr knapp 100.000 m³ in Tschechien verkaufen können. Mit einem eigenen Mitarbeiter werden wir nachsetzen.”
Die Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien sollen ebenfalls verstärkt angegangen werden. Neben Sortimenten für das Dach sieht Buschenreithner insbesondere für KVH gute Möglichkeiten.
Hinsichtlich einer überwiegend positiven Marktentwicklung hoffen Kainz und Buschenreithner für die 2. Jahreshälfte, dass es eine ausgeglichene Rundholz-Versorgung geben wird. Kainz: „Es wird sicherlich darauf ankommen, ob es neben dem anfallenden Käferholz eine entsprechende Frischholz-Menge geben wird.”