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Abzug der Seitenware zu einer der zwei Stapelanlagen von Brodbaek © DI (FH) Martina Nöstler

Vier Mal online stapeln

Ein Artikel von DI (FH) Martina Nöstler | 23.05.2012 - 08:13
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Abzug der Seitenware zu einer der zwei Stapelanlagen von Brodbaek © DI (FH) Martina Nöstler

Im Dezember 2011 wurde bei Bien-Holz in Uelzen/DE das erste Holz über die neue Spaner-Profilieranlage gejagt. Seither lautet die Herausforderung: Das Holz mit 1,25 bis 2,5 m Länge perfekt durch die Anlage zu schleusen und danach so schnell wie möglich wegzustapeln (s. Link 1 unten). Eine Besonderheit bei dieser Installation ist, dass der Einschnitt von der Rundholzaufgabe bis zum fertigen Schnittholzpaket online geschieht – also ohne jeglichen Zwischenpuffer. Bei Brodbaek nahm man die Anforderung an und lieferte zwei Haupt- und zwei Seitenwaren-Stapelanlagen für das Kurzholz. Die Anlagen verfügen zusätzlich über Kappstationen, Beurteilungsstrecken sowie Umreifungsanlagen.
Der dänische Hersteller wickelte das Projekt gemeinsam mit der Deutschland-Vertretung, Chej Maschinen-Vertrieb, Kusterdingen/DE, ab. Bei Brodbaek ist man stolz, diesen Auftrag erhalten zu haben. „Es ist bereits der dritte für Bien-Holz“, erklärt Claus Hesel, Verkaufsingenieur bei Brodbaek.

Getrennt abgezogen

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Neuheit von Brodbaek: Mehrfach-Ablängsäge mit vier Sägeeinheiten, CNC-verstellbar © Brodbaek

Mit der Sägelinie werden – je nach Schnittbild – bis zu vier Seitenbretter pro Stamm erzeugt. Die ersten beiden fallen bei der ersten Vorschnittgruppe mit dem VPS 35 ab, die nächsten zwei bei der zweiten VPS 35-Maschinengruppe. Pro Maschinengruppe gibt es eine Seitenwaren-Stapelanlage. Die Kapazität dieser Anlagen gibt man bei Brodbaek mit 90 bis 120 Stück pro Minute an. Die Leistung ist zumindest auf jene ausgelegt, welche die Sägelinie bei kontinuierlicher Produktion bringen kann.
In rasantem Tempo bringt die Mechanisierung von Brodbaek die Seitenware zur Beurteilungsstation. Zwei Mitarbeiter begutachten die Ware. Hat das Holz zu große Mängel, wird es direkt in die Restholzentsorgung (nach unten auf ein Förderband) befördert. Danach geht es durch eine Kappung, um die Bretter auf das gewünschte Maß abzulängen. Nach der Lagenbildung heben Stapelzungen die Hölzer auf die Paketierung. Um auch hier die Leistung zu erreichen, wurden automatische Lattenlegungen installiert. Ein Paketabzug bringt die Pakete nach unten, es folgen Umreifung und Bereitstellung zum Abtransport. „Die Seitenwaren-Anlagen sind völlig ident ausgeführt“, informiert Hesel.

Hauptware ebenfalls auf zwei Linien

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Eine der beiden Anlagen für die Hauptware - zwei Mitarbeiter kontrollieren die Ware © DI (FH) Martina Nöstler

Bei den Hauptwaren-Stapelanlagen, die ebenfalls parallel laufen, ist die Besonderheit, dass das Holz nicht Stück für Stück an die Anlagen übergeben wird, sondern als Bretterbündel. Mit einer Nachschnitt-Kreissäge werden die Palettenbretter erzeugt. Bis zu 35 Brettbündel pro Minute können die Anlagen jeweils abtransportieren. „Hochgerechnet können das bis zu 500 Stück pro Minute sein“, verdeutlicht Hesel. Die Bündelübergabe wurde notwendig, um diesen hohen Anfall zu bewältigen. Hier wurde – wie auch bei der Seitenware – eine manuelle Sortierstrecke für das Aussortieren von zu minderer Qualität installiert.
Vor der Paketbildung werden die Bretter ebenso auf die geforderte Länge gekappt. „Die Längen liegen zwischen dreimal 800 mm und einmal 2400 mm – das ist neu bei der Hauptwaren-Stapelung“, erklärt Hesel. Insgesamt vier Paketaufzüge bringen die fertigen Stapel zur Umreifungsanlage auf Bodenniveau.

Brodbaek

Gegründet: 1984; gehört seit 2004 zur Obel-P-Gruppe
Standort: Vonge/DK
Geschäftsführer: Leif Dam
Mitarbeiter: 65
Produkte: Mechanisierungen, Sortier- und Stapelanlagen, Rundholzmanipulation, Besäumanlagen, Säge- und Profilierlinien
Export: über 90 %